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Konzertsaal

07.12.2011

Theater will in Neu-Ulm bleiben

Theater im Umbruch: Claudia Riese und Heinz Koch im Konzertsaal.
Bild: Foto: roma

Claudia Riese und Heinz Koch auf der Suche nach einer neuen Spielstätte

Neu-Ulm „Umbruch“, sagt Claudia Riese. „Aufbruch“, ergänzt Heinz Koch. Die beiden Macher des AuGuSTheater Neu-Ulm sind in einer verzwickten Situation: Auch bei einer Teilsanierung des Konzertsaals mit potenziellem Theaterbetrieb, mutmaßt Koch, wäre die Miete für sein Theater nicht mehr bezahlbar. Doch die Aussage der Theaterleute gilt: „Wir wollen weitermachen – und dies im Herzen von Neu-Ulm.“

Morgen bereits soll der Fachausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt mit einem „Bebauungsplan M 47 Konzertsaal“ die Marschroute vorgeben hinsichtlich des Umfangs einer Neubebauung. Auch mit dem neuen Konzertsaal-Eigentümer, der Firma Kunze Immobilien aus Langenau, sind diesbezüglich Gespräche angelaufen.

Der Mitvertrag von Riese und Koch läuft bis 2014. Da sehen sich die Theaterleute keinesfalls unter Druck. Doch was wäre nötig im Planspiel einer künftigen Foyerbespielung für 60 bis 80 Besucher: Feuerpolizeiliche Auflagen müssten erfüllt, Fluchtwege geschaffen werden. „Nicht für tote Steine“ wolle er die Stadt anpumpen, höchstens für mehr Personal.

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Auf der Suche nach einer neuen, kleineren Spielstätte hatte Neu-Ulms Theaterspitze bereits das Vöhringer „Capitol“ und den Pfuhler „Saalbau“ unter die Lupe genommen – und letztlich abgelehnt. „Unser Theater müsste identitätsstiftend weiter im Herzen von Neu-Ulm beheimatet sein“, sagt Koch. Die verlassene Bodega beim Edwin Scharff Museum wäre so ein Platz. Doch Koch weiß auch, das Neu-Ulms Museumsleiterin Dr. Helga Gutbrod mit einem Museumscafé und einer Erweiterung ihres Museumseingangs liebäugelt. Zwei weitere Lokalitäten beim Neu-Ulmer Petrusplatz werden derzeit von den Theatermachern ausgelotet.

Mit Strom, Nebenkosten und Monatsmiete haben Riese und Koch derzeit etwa 2700 Euro zu berappen. Dem jährlichen Etat von 260000 Euro stehen 100000 Euro städtische Zuschüsse gegenüber. 25000 Euro sind vom Freistaat mit Spielplanverpflichtungen verbunden. 4000 Euro kommen vom Landkreis. 50 Prozent des Gesamtetats werden über Eintrittsgelder eingespielt. Und Theater spielen wollen sie alle beide weiter. „Wir fühlen uns in Neu-Ulm zu Hause“.

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