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Ulm

31.01.2019

Überraschendes Ende: Die Motorradmesse Wheelies bleibt auf der Strecke

Um die 20000 Besucher strömten in den vergangenen Jahren in die Au zur Wheelies. Sämtliche Biker-Klischees gehörten zum Angebot.
Bild: Alexander Kaya

Wegen „Futterneid“ konkurrierender Händler gibt der Veranstalter der beliebten Motorradmesse "Wheelies" in Ulm auf. Ist ein Nachfolger in Sicht?

Ende Januar zog die Motorradmesse „Wheelies“ seit Jahren eine fünfstellige Zahl von Besuchern in die Ulmer Messehallen. Mehr als 20000 Motorradfans waren es 2018, und Messe-Organisator Eberhard Hermann hatte angekündigt, auch 2019 wieder eine „Wheelies“ in Ulm zusammenstellen zu wollen. In diesem Januar aber hingen in der Region keine Plakate, die auf die Veranstaltung hinwiesen.

Wer im Internet nach der beliebten Publikumsmesse sucht, findet auf deren Homepage: „Wheelies Alb-Donau Motorradmesse Ulm 2019“, darunter rot unterlegt den Hinweis dass die Messe 2019 aus organisatorischen Gründen nicht stattfinde. Nicht nur 2019, sagt Organisator Eberhard Hermann. In Ulm wird es keine „Wheelies“ mehr geben. Die anderen beiden „Wheelies“-Messen, die Hermann veranstaltet, bestehen jedoch weiter, im fränkischen Dettelbach am 9./10. Februar und in Crailsheim am 9./10. März.

"Wheelies": Veranstalter Eberhard Hermann bedauert das Aus für Ulm

Das Aus für Ulm bedauert Eberhard Hermann selbst. Acht Jahre lang habe er in den Messehallen mit Herzblut Angebote für Motorradfans in Form von Beratung, einem großen Angebot an Motorrädern und Zubehör, Shows und Motorradreisen zusammengetragen. „Mit der Ulm-Messe GmbH hat das Aus nichts zu tun“, sagt er. „Es war immer sehr gut und unkompliziert, was die auf die Beine gestellt haben.“ Schuld am Ende der „Wheelies“ für Ulm trügen Motorradhändler der Region, die sich nicht einig werden konnten, sagt er. „Futterneid“ habe dazu geführt, dass er seine Aktivitäten in Ulm beendet hat.

„Normalerweise ist es so, dass sich der Markt aufteilt. Mit Konkurrenz muss ich leben können, und der Bessere setzt sich durch.“ Sein Anspruch sei umfassende Kundenberatung, so Hermann. Sämtliche Hersteller von Harley Davidson über BMW und KTM bis hin zu Ducati, Suzuki, Yamaha und Kawasaki. „Wenn dann plötzlich wichtige Marken fehlen, kann man das nicht mehr leisten.“ Dass zahlreiche Menschen aus der Region Ulm/Neu-Ulm am vergangenen Wochenende zur Motorradwelt nach Friedrichshafen gekommen waren und ihn angesprochen haben, zeige ihm das anhaltende Interesse der Menschen in der Region. Einschränkend aber hatte Eberhard Hermann bereits 2018 bei der Ankündigung, im nächsten Jahr weiterzumachen, gesagt: „Wenn die Händler mitmachen, komme ich wieder.“

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Möglicherweise kehrt die Messe auch unter einem anderen Veranstalter wieder: Wie Jürgen Eilts, der Chef der Ulmer Messegesellschaft auf Anfrage sagt, stehe er in Verhandlungen mit der Schwäbischen Messegesellschaft, einem Tochterunternehmen der „Neue Pressegesellschaft“, in der auch die Südwest Presse erscheint. Nach Angaben von Eilts komme der Dezember diesen Jahres oder das Frühjahr 2020 in Frage.

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