Es schmerzt. Da plant der Verein „Musik für Menschen in Not“ im Ulmer Roxy für den Samstag einen gigantischen Konzertmarathon mit 20 Bands. Das Sahnehäubchen: Alle verzichten auf ihre Gage. Fast jeder Cent geht an einen guten Zweck. Doch dann? Funkt ein weltweiter Virus dazwischen. Die Reaktion der Organisatoren befremdet nun viele: Weiter so, heißt es – mit maximal 800 Besuchern. Das ist angesichts der Kurve an neuen Corona-Fällen, die derzeit durch die Decke schießt, ein fragwürdiger Schritt.
Absagen wegen des Coronavirus sind notwendig
Viele Kulturveranstalter haben Großevents abgesagt. Und das ist – leider! – gut so. „Mich wird’s nicht treffen. Falls doch, ist das meine eigene Verantwortung“, könnten Besucher sagen. Aber das ist kurzsichtig. Wer merkt, wenn er den Virus ohne Symptome in sich trägt und so weiterverbreitet? Da beginnt die Verantwortung der Veranstalter: Jede Brandschutzordnung befolgen sie penibel, aber jetzt müssten sie auch an anderer Stelle auf Sicherheit achten und helfen, den Ausbruch etwas zu bremsen.
Es schmerzt, große Konzerte abzusagen - aber die Gefahren sind zu groß
Es würde schmerzen, so ein fantastisches Konzert abzusagen. Wie Spenden gewinnen? Alternative Konzert-Termine? Aufrufe und noch mehr Spenden von Sponsoren? Jeder, der hingehen wollte, spendet? Eines scheint aber klar: Ein wichtiger guter Zweck liegt momentan auch im Schutz vor der Epidemie.
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