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Ulm
13.09.2021

John von Düffels Antigone feiert in Ulm ihre Uraufführung

Vielseitiger Autor und Theatermann: John von Düffel hat für das Theater Ulm schon "Die Bakchen (Pussy Riot)" nach Euripides geschrieben. Jetzt folgt seine Antigone, Premiere ist am 17. September.
Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

John von Düffel zählt zu den großen Theaterautoren deutscher Sprache. Jetzt feiert seine Version der Antigone am Theater Ulm Uraufführung.

Antigone ist eine der ältesten Heldinnenfiguren der Theatergeschichte - bedeutende Autoren von der Antike bis zur Moderne widmeten ihr Text. Für das Theater Ulm hat sich nun John von Düffel - einer der meistgespielten zeitgenössischen Theaterautoren auf deutschen Bühnen - mit dem mythischen Stoff befasst und in einer Fassung für fünf Schauspielerinnen neu interpretiert. Seine Uraufführung feiert das Stück am Freitag, 17. September, 19.30 Uhr, im Großen Haus des Theaters Ulm.

John von Düffels Version der Antigone wird in Ulm aufgeführt

Im Kampf um die Macht in Theben haben sich Antigones Brüder Eteokles und Polyneikes gegenseitig getötet. Aus Gründen der Staatsräson und der sozialen Befriedung wegen verurteilt Kreon, Onkel Antigones und neuer Herrscher in Theben, das Handeln des Polyneikes als verbrecherisch und untersagt eine ehrenhafte Beisetzung des Leichnams. Antigone, rebellisch und von Idealen erfüllt, akzeptiert diese politische Entscheidung nicht und widersetzt sich der Weisung.

Kreon bietet Straffreiheit an, sollte sie einsichtig sein. Für ihn ist es unzweifelhaft, dass zum Erhalt der gesellschaftlichen Ordnung pragmatische Entscheidungen nötig sind. Das aber duldet ihr kompromissloser Eigensinn nicht. Gesetze, die sie als falsch ansieht, muss und wird sie übertreten. Zwei konträre Wert- und Moralvorstellungen treffen aufeinander in einer Auseinandersetzung, die Antigone radikal bis zur Selbstzerstörung treibt.

Neue Schauspieler am Theater Ulm

In der Inszenierung von Schauspieldirektor Jasper Brandis stellen sich die neuen Ensemblemitglieder Anne Simmering und Emma Lotta Wegner zum ersten Mal dem Ulmer Publikum vor. Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist für den Vorstellungsbesuch die Vorlage eines tagesaktuellen Nachweises über einen negativen Antigen- oder PCR-Test, einer Bescheinigung über vollständigen Impfschutz oder Genesung von Sars-CoV-2 notwendig. Das teilt das Theater mit. Zudem müssen Besucher eine medizinische Maske auch während der gesamten Vorstellung tragen. (AZ)

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