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Ulm/Neu-Ulm
18.07.2018

Wie viel hält die Gänstorbrücke über der Donau noch aus?

Zwei Spuren der Gänstorbrücke bleiben bis auf Weiteres gesperrt. Wie es mit dem Bauwerk weitergeht, ist noch immer unklar.
Foto: Alexander Kaya

Das marode Bauwerk über der Donau wird nun einem Belastungstest mit einem tonnenschweren Kran unterzogen. Zwei Spuren bleiben bis auf Weiteres gesperrt.

Kann die Gänstorbrücke noch saniert werden oder ist über kurz oder lang nur ein Neubau möglich? Diese Frage treibt die Städte Ulm und Neu-Ulm derzeit um und war deshalb beiderseits der Donau Thema in den zuständigen Ausschüssen – erst in Neu-Ulm, dann in Ulm. Gerhard Fraidel, Leiter der Abteilung Verkehrsinfrastruktur bei der Stadt Ulm, berichtete über den aktuellen Stand. Das marode Bauwerk werde in den nächsten Wochen weiter intensiv überprüft, sagte er. „Wir untersuchen, was wir der Brücke noch zumuten können.“

Dazu sei in den nächsten Wochen ein Belastungstest geplant. Ein tonnenschweres Kranfahrzeug wird dabei mehrfach über die Brücke fahren, mal ganz langsam, mal mit bis zu 50 Stundenkilometern. Bei jeder Fahrt werden Experten messen, wie sich die Brücke verformt. Davon erhoffen sich die Baufachleute wichtige Erkenntnisse. Einem ähnlichen Stresstest wurde die Adenauerbrücke vor drei Jahren unterzogen – und bestand ihn damals. Die Untersuchung per Kran auf der Gänstorbrücke wird auf jeden Fall nachts stattfinden. Eine Vollsperrung ist dafür unumgänglich.

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