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Ulm: Ulmer Babys im Dienste der Forschung  

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Ulmer Babys im Dienste der Forschung  

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    Das Team:  Projektleiter Dr. Jon Genuneit mit seinem Team, das in der Frauenklinik erste Daten erheben soll.
    Das Team:  Projektleiter Dr. Jon Genuneit mit seinem Team, das in der Frauenklinik erste Daten erheben soll. Foto: Uni Ulm

    Ulm An der Universität Ulm beginnt am kommenden Montag eine bundesweit einmalige Studie, mit der verschiedene Einflussfaktoren während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit auf die gesundheitliche Entwicklung der Kinder erforscht werden sollen.

    Die beteiligten Wissenschaftler, Professor Dietrich Rothenbacher und Dr. Jon Genuneit vom Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie sowie Privatdozent Dr. Frank Reister, Leiter der Sektion Geburtshilfe, werben bereits intensiv für eine Teilnahme an der „Ulmer Spatz-Gesundheitsstudie“ und zwar bei Eltern, deren Kinder von diesem Tag an in der Universitätsfrauenklinik das Licht der Welt erblicken.

    „Wir wollen mit dieser Langzeitstudie die Ursachen von chronischen Erkrankungen bei Kindern besser verstehen, Allergien und Übergewicht zum Beispiel, aber auch von Asthma“, sagt Genuneit, der Leiter des Forschungsvorhabens. Dessen Ziel sei es, über die Ermittlung der Ursachen frühzeitig Möglichkeiten der Krankheitsvorbeugung zu entwickeln.

    Aus seiner Sicht der richtige Ansatz: „Denn es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Umweltfaktoren und andere Einflüsse in den von uns untersuchten Phasen Auswirkungen auf das sich entwickelnde Kind haben können, das Stillen etwa, die Zusammensetzung der Muttermilch, bestimmte Lebensgewohnheiten wie die Ernährung oder elterlicher Stress.“ Und diese Faktoren könnten schon frühzeitig die Weichen für die spätere Gesundheit im Kindes- und Erwachsenenalter stellen, das Risiko für chronische Erkrankungen wie Asthma, Allergien oder Übergewicht inklusive.

    Rund 1200 Neugeborene und ihre Eltern wollen die Wissenschaftler innerhalb eines Jahres in die Studie einbeziehen. Zunächst soll die Entwicklung der Kinder in den ersten fünf Lebensjahren beobachtet werden. Teil der freiwilligen Studie sind Fragebögen, mit Angaben zu Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten, zudem Biomaterialien wie Blut, Muttermilch, Urin oder Haarproben. (az)

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