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Ulm
04.10.2021

Von Rap bis "Outsider-Art": Sie haben den Preis "Junge Ulmer Kunst" gewonnen

Die Rapper von "Ulm RApresent" ließen es beim Wettbewerbskonzert im Ulmer Roxy krachen - und das hat ihnen nun den Förderpreis "Junge Ulmer Kunst" eingebracht.
Foto: Florian Holley

Förderpreis "Junge Ulmer Kunst": Sieben Talente zeichnet die Stadt Ulm bei der 17. Ausgabe des Wettbewerbs aus. Manche haben über Umwege zur Kunst gefunden.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird am 29. Oktober im Stadthaus Ulm wieder in allen Sparten der Preis "Junge Ulmer Kunst" vergeben. Auch in der Kategorie Literatur könne man "endlich wieder" einen Preis vergeben, teilt die Stadt Ulm mit - nach vier Förderpreisrunden ohne Auszeichnungen in dieser Sparte. Mehr als 101 Bewerbungen schneiten 2021 bei der Kulturabteilung der Stadt Ulm herein, so viel wie nie zuvor. Nun stehen auch alle Preisträgerinnen und Preisträger fest.

Förderpreis "Junge Ulmer Kunst" geht auch an eine Schriftstellerin

Laura Winter ist die Preisträgerin der "Jungen Ulmer Kunst" im Bereich Literatur. Die Wahlulmerin arbeitet beruflich als Ärztin und baut derzeit ihre schriftstellerische Tätigkeit weiter aus. "2021 ist ein spannender Jahrgang mit nicht immer ganz geradlinigen künstlerischen Lebensläufen", fasst Sebastian Huber von der Kulturabteilung der Stadt Ulm die Entscheidungen der Einzeljurys zusammen. "Bis auf wenige Ausnahmen haben die Ausgezeichneten auf Umwegen zu ihrer künstlerischen Tätigkeit gefunden oder gehen mit ihrer Kunst einen eher eigenwilligen Weg". So auch Dean Annunziata, der sich vor seinem Kunststudium zum Grafikdesigner ausbilden ließ und nun den Preis in der Sparte Bildende Kunst erhält. Mit einer Serie an Malereien, zwischen naturgetreu und abstrakt-monochrom, habe er die Jury überzeugt.

Ein Ehrenpreis außer Konkurrenz geht in der Bildenden Kunst zudem an Luise Reinholz. Als junge Frau mit Down-Syndrom und Vertreterin der sogenannten "Outsider-Art" verfolge sie unbeirrt, "mit persönlichem Anspruch und großer Leidenschaft", ihren künstlerischen Weg. Im Bereich Film geht der Förderpreis an Moritz Baudenbacher. Die Jury beeindruckte, mit welcher Stringenz er sich seit seiner Kindheit mit Animation, vor allem mit Stop-Motion-Technik mit Legosteinen, beschäftigt. Leonie Hassfeld erhält den Preis der Sparte Darstellende Kunst. Die Ulmerin schloss ihr Studium an der Akademie der Darstellenden Künste Ulm ab und ist jetzt Teil des Ensembles der Jungen Ulmer Bühne.

"Ulm RApresent" gewinnt den Preis Junge Ulmer Kunst

In der Sparte Populäre Musik konnte sich bei einem Wettbewerbskonzert im Roxy-Soundgarten die Ulmer Hip-Hop-Formation "Ulm RAPresent" gegen die Mitbewerber und Mitbewerberinnen durchsetzen - mit eigenwilligem Old-School-Rap. Der Förderpreis Klassik geht an Lena Marie Zeizel, die über den Umweg eines Wirtschaftsingenieursstudiums seit 2018 an der Musikhochschule Nürnberg nun zielstrebig an ihrer Gesangskarriere als Mezzosopranistin arbeitet.

Die Stadt Ulm fördert mit diesem Preis junge Ulmer Künstlerinnen und Künstler und unterstützt damit ihren künstlerischen Werdegang. 2021 wird der mit jeweils 2000 Euro dotierte Preis zum 17. Mal verliehen. Die Verleihung findet am 29. Oktober im Stadthaus Ulm statt. Das Rahmenprogramm gestalten dann die jungen Kreativen selbst – mit Kostproben ihres Schaffens. Auch diesmal haben Auszubildenden der Wieland-Werke die Siegertrophäen hergestellt.

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Dean Annunziata darf im Museum Ulm seine Kunst ausstellen

Das Museum Ulm wird in einer Einzelausstellung ab dem 29. Oktober den Preisträger Dean Annunziata präsentieren. Die Stadtbibliothek Ulm organsiert am 4. November eine Lesung mit der Literatur-Preisträgerin Laura Winter. Weitere Preisträgerveranstaltungen seien in Planung, erklärt Sebastian Huber. (AZ)

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