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27.01.2015

Ulmer Forscher weltweit gefragt

Gleich drei der weltweit einflussreichsten Wissenschaftler in ihrem Fachgebiet forschen an der Uni Ulm.
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Gleich drei der weltweit einflussreichsten Wissenschaftler in ihrem Fachgebiet forschen an der Uni Ulm.
Bild: Uni Ulm/Eberhardt

Zwei Mediziner und ein Physiker der Uni Ulm zählen zu den einflussreichsten Wissenschaftlern weltweit.

Gleich drei der weltweit einflussreichsten Wissenschaftler in ihrem Fachgebiet forschen an der Uni Ulm. Das hat die Publikationsanalyse „The world’s most influential scientific minds 2014“ des amerikanischen Medienkonzerns Thomson Reuters ergeben. Für die Aufstellung wurde über die Datenbanken „Web of Science“ und „In Cites“ ermittelt, welche Forscher zwischen 2002 und 2012 am häufigsten von ihren Kollegen in Fachartikeln zitiert wurden. Unter diesen rund 3200 Vorreitern aus 21 Fachgebieten sind mit den Professoren Hartmut Döhner und Heiko Braak zwei Ulmer Mediziner. Dazu kommt der Physikprofessor Fedor Jelezko.

Heiko Braak, Seniorprofessor an der Universitätsklinik für Neurologie/Zentrum für Klinische Forschung, gehört zu den meistzitierten Forschern im Bereich Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Er beschäftigt sich mit neurodegenerativen Erkrankungen, etwa Alzheimer und Parkinson. Der Mediziner hat unter anderem ein international verwendetes Klassifikationsschema entwickelt, mit dem sich der Verlauf von Morbus Alzheimer anhand von typischen Hirnveränderungen in Stadien einteilen lässt.

Forschungsschwerpunkte von Professor Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III, Sprecher des Comprehensive Cancer Center Ulm und Uni-Vizepräsident für Medizin, sind die häufigsten Blutkrebserkrankungen im Erwachsenenalter, akute myeloische und chronisch lymphatische Leukämien. Er hat genetische Veränderungen entdeckt, die Hinweise auf den Krankheitsverlauf und Therapieerfolg geben können. Basierend auf diesen Erkenntnissen können neue molekular zielgerichtete Therapien entwickelt werden.

Professor Fedor Jelezkos Fachgebiet sind Farbzentren in Diamanten. Dort lassen sich Fremdatome speichern und kontrollieren. Dies ist keine abstrakte Grundlagenforschung, sondern für alle Technologien wichtig, die auf Quantenkohärenz beruhen – hochleistungsfähige Sensoren, bildgebende Verfahren und neuartige Quantencomputer sind Beispiele. Jelezko wurde zusammen mit seinen Professorenkollegen Martin Plenio und Tanja Weil (Gruppe BioQ) Ende 2012 mit einem ERC Synergy Grant über 10,3 Millionen Euro ausgezeichnet.

Insgesamt finden sich nach Angaben der Uni Ulm 159 deutsche Forscher in der Rangliste – darunter 21 aus Baden-Württemberg. Acht von ihnen forschen an der Universität Heidelberg. Das Karlsruher Institut für Technologie und die Uni Hohenheim steuern – wie die Universität Ulm – jeweils drei Wissenschaftler bei.

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