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Modellprojekt

23.07.2015

Uni setzt auf Willkommenskultur

Mit einem Modellprojekt will die Universität Ulm attraktiver für ausländische Studierende werden.

Ulm soll attraktiver für ausländische Studenten werden

Mit einem Modellprojekt zur Verbesserung der Willkommenskultur möchte die Universität Ulm für Studierende aus dem Ausland attraktiver werden. Für die Einrichtung einer sogenannten integrativen propädeutischen – also einer vorbereitenden – Phase hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) knapp 150000 Euro für ein Vorhaben der Uni bewilligt. Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich folgende Idee: „Wir möchten die jeweiligen Angebote zur Studienvorbereitung für einheimische und ausländische Studierende miteinander verbinden“, erklärt Projektkoordinator Jan Rick.

Der International Students Coordinator im International Office der Universität Ulm, der den Projektantrag formuliert hat, erläutert das Konzept genauer: „Die Studierenden aus dem Ausland sollen ein Vorsemester besuchen, das ab April 2017 in die freiwillige propädeutische Phase für Deutsche und bildungsinländische Studierende integriert wird.“ Während die einheimischen Studierenden die Vorbereitungsangebote vor allem zur Wahl des richtigen Studienfachs nutzen, wissen die meisten Studierenden aus dem Ausland schon ziemlich genau, was sie an der hiesigen Uni studieren wollen. Doch die Anpassungsprobleme sind groß und die Abbruchsquoten hoch. Die ausländischen Studierenden sollen das Vorsemester nutzen, um ihre Deutschkenntnisse zu nutzen und sich fachlich aufs Studium vorzubereiten.

Vom neuen Zuschnitt des Vorsemesters und der Verknüpfung von Angeboten für Ausländer und Studierende aus Deutschland erhoffen sich die Programmkoordinatoren auch ein stärkeres Miteinander und ein besseres interkulturelles Verständnis.

Während vor allem in den englischsprachigen internationalen Masterstudiengängen der Anteil an Ausländern an der Universität Ulm vergleichsweise groß ist – viele dieser Studierenden kommen aus Pakistan, Indien und Bangladesch – gibt es bei den Bachelorstudiengängen noch erhebliches Ausbaupotenzial. Mit knapp über zwei Prozent liegt der Anteil an Bildungsausländern an der Universität Ulm noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (5,5 Prozent im Jahr 2012). Das Projekt soll dazu beitragen, mehr junge Menschen aus dem Ausland für die Uni zu gewinnen und zugleich deren Studienerfolg zu verbessern. (az)

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