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Illerrieden

15.08.2020

Vier Verletzte bei zwei schweren Unfällen innerhalb einer halben Stunde

Zwei schwere Unfalle haben sich am Freitagabend in Illerrieden ereignet.
Bild: Wilhelm Schmid

Zwei Unfälle hat es am Freitagabend im baden-württembergischen Illerrieden gegeben. Ein Fahrer flüchtete zwischenzeitlich von der Unfallstelle.

Gleich zwei Unfälle innerhalb einer halben Stunde haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Freitagabend in Illerrieden (Alb-Donau-Kreis), auf der württembergischen Seite der Iller in der unmittelbaren Nachbarschaft des Landkreises Neu-Ulm, beschäftigt. Kurz vor 20.30 Uhr befuhr laut Polizei ein 17-Jähriger mit einem 18-jährigen Sozius auf einem Kleinkraftrad die Ortsdurchgangsstraße „Erzabt-Brechter-Straße“ im Illerriedener Ortsteil Dorndorf in Richtung Osten. Wegen eines Fahrfehlers kam er nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen Verteilerkasten auf dem Gehweg.

Der Fahrer wurde schwer, sein Beifahrer leicht verletzt. Beide trugen einen Helm, wodurch Schlimmeres verhindert wurde. Die Ortsfeuerwehr aus Illerrieden übernahm die Absicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle; der zusätzlich angeforderte Rüstzug der Feuerwehr Dietenheim brauchte nicht einzugreifen.

Der zweite Unfall in Illerrieden ereignete sich eine halbe Stunde später

Als gegen 21 Uhr die Verletzten versorgt waren, erreichte die Einsatzkräfte ein weiterer Alarm: Auf der Landesstraße 260, die auf der württembergischen Illerseite parallel zur bayerischen Staatsstraße 2031 (Memmingen – Ulm) verläuft, hatte sich eine Frontalkollision zweier Autos ereignet.

Wie die Polizei berichtet, war ein 41-Jähriger mit seinem BMW am nördlichen Ortsausgang von Illerrieden in Richtung „Wochenauer Steige“ und Illerkirchberg unterwegs. Er überholte im Verlauf einer langgezogenen Rechtskurve mit überhöhter Geschwindigkeit zwei vorausfahrende Autos. Am Ende der Kurve kam ihm eine 21-Jährige mit ihrem Ford-Pkw entgegen, die keine Chance zum Ausweichen hatte. So kam es zur Frontalkollision, bei der die Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Sie musste durch die vom Dorndorfer Unfall her schnell anrückenden Feuerwehren mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte aus dem Wrack befreit werden, wobei zur patientenschonenden Rettung das Dach des Fahrzeuges abgenommen wurde. Nach Erstversorgung ihrer schweren Verletzungen wurde sie in eine Ulmer Klinik gebracht.

Der 41-jährige Unfallverursacher war nach etwa zweihundert Metern Schleuderfahrt mit seinem BMW in einem abgeernteten Acker stecken geblieben. Der Fahrer flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle, weshalb Polizei und Feuerwehr eine große Suchaktion in Gang setzten, zu deren Unterstützung auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera angefordert wurde. Damit sollten die umliegenden Maisfelder abgesucht werden.

Unfallverursacher flüchtet - Polizei trifft ihn zu Hause an

Das war jedoch nicht mehr nötig, denn bald konnte der Mann an seiner Wohnadresse in Illerrieden angetroffen werden. Er hatte ebenfalls Verletzungen erlitten und der Grund für seine Flucht wurde laut Polizei schnell klar: Bei dem Mann wurde Alkoholgeruch wahrgenommen, ein Test ergab einen Wert über der absoluten Fahruntüchtigkeitsgrenze. Der Mann musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, zudem wurde sein Führerschein noch vor Ort von der Polizei beschlagnahmt. Auch er wurde zur Behandlung seiner Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Die Feuerwehren Illerrieden und Dietenheim waren unter Einsatzleitung des Illerriedener Kommandanten Thomas Lambacher tätig. Sie sperrten im Auftrag der Polizei die Landesstraße 260 ab und leuchteten die Einsatzstelle für die polizeiliche Unfallaufnahme aus. Nach Abschluss der Aufräumungsarbeiten konnten die zahlreichen Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr die Straße wieder freigeben. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt.

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