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Neu-Ulm

04.01.2019

Vögel zählen und „Bürgerforscher“ werden

Ein Feldsperling an einem Futterspender. Wegen des derzeit winterlichen Wetters ist die Wahrscheinlichkeit höher, Vögel im Garten zu sichten.
Bild: Ludwig Holl/LBV

Am Wochenende sind Bürger wieder aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen. Das winterliche Wetter bringt den Beobachtern Vorteile.

Auch im Landkreis Neu-Ulm steht am ersten Wochenende 2019 wieder das (wilde) Federvieh im Mittelpunkt des Interesses: Im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“ sind Naturfreunde von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. Januar, aufgerufen, eine Stunde lang Vögel vor ihrem Fenster zu zählen. Die Ergebnisse kann man dann in Bayern an den Landesbund für Vogelschutz (LBV) melden. Alle Teilnehmer werden zu „Bürgerforschern“ und helfen damit, wichtige Daten zur Verbreitung der häufigen heimischen Vogelarten zu erheben.

Akademische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Man braucht lediglich eine Stunde Zeit und ein ruhiges Beobachtungsplätzchen, am besten mit Blick auf ein Futterhäuschen. Dann wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Zusätzlich kann man übrigens auch noch Preise gewinnen.

"Stunde der Wintervögel": Zwei Veranstaltungen im Landkreis

Für alle, die den einen oder anderen Vogel eventuell doch nicht kennen, bietet die LBV-Kreisgruppe Neu-Ulm zusätzlich am Samstag, 5. Januar, nachmittags um 14 Uhr zwei „Nachhilfe“-Veranstaltungen an. Treffpunkte sind entweder der Parkplatz am Auer Badesee oder der erste Parkplatz der Kleingartenanlage Nersingen (in der Verlängerung der Straße „Schießmauer“). Dort kann man mit vogelkundigen Mitgliedern des LBV eine Runde drehen, die Vogelarten bestimmen und sich sonstige Tipps und Hilfen in Sachen Vogelwelt abholen. In Nersingen sind die Teilnehmer mit Ralf Schreiber, Pressesprecher der Kreisgruppe Neu-Ulm, unterwegs. Der weiß, dass oft Leute dabei sind, die sich schon ein bisschen auskennen, aber Fragen gibt es bei solchen Veranstaltungen dennoch immer zu den verschiedensten Themen – „einmal quer durch die bunte Welt der Vögel“.

Das derzeitige Wetter könnte den Vogelbeobachtern übrigens in die Hände spielen, wie Schreiber erklärt. „Das Gute – nicht für die Vögel, aber für die Beobachter – ist: Wenn es schneit und der Boden mit Schnee bedeckt ist, haben die Vögel Schwierigkeiten Futter auf dem Boden zu finden.“ Deshalb werden sie eher die Futterhäuschen nutzen.

Die Beobachtungen können bis zum 15. Januar 2019 entweder direkt hier auf der Website eingegeben werden, oder man schickt einen Meldebogen per Post an den LBV. Am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Januar, kann man seine Meldung von 10 bis 18 Uhr auch kostenlos per Telefon unter 0800/1157-115 abgeben. Hier findet man neben Fotos und Steckbriefen der häufigsten Arten hierzulande auch noch weitere Infos und Materialien. (az, aat)

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