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17.07.2010

Vorspiel mit Überraschungen

Hervorragende Geigerinnen: Katharina Wituschek und Lena Thanner, begleitet von Annika Oser (Klavier). Foto: köd
Bild: köd

Ulm Am Schuljahresende zeigen die Musikschulen Ulms und Neu-Ulms dem Publikum die Fortschritte ihrer Schüler. Dabei ist oft Hochklassiges, bisweilen aber auch weniger Hochklassiges zu hören. Beim Kammerkonzert der Musikschule Ulm, in dessen Rahmen Geigen-Dozent Stefan Hatvani in den Ruhestand verabschiedet wurde, stellten Musikschüler ein nach der Entstehungszeit geordnetes Programm vom Barock bis in die Gegenwart vor.

Gerade die zeitgenössische Musik fand dabei viel Anklang; tollen Raumklang entfaltete das erst im vergangenen Sommer komponierte Werk "Luna y Sierra" Wil Offermans, zu dem der Komponist durch einen in Andalusien erlebten Vollmond angeregt worden war. Große Leistungen zeigten unter anderem das Gitarrenduo Stephan Reith und Matthias Brugger oder das Violinen-Duo Katharina Wituschek und Lena Thanner, am Klavier begleitet von Annika Oser. Beeindruckend interpretierte die junge Yadviga Grom das Andantino aus Frédéric Chopins F-Dur Ballade (op. 38).

Nicht aufführungsreif und von starken Dissonanzen gekennzeichnet erklang dagegen das Allegro aus Mozarts "Kleiner Nachtmusik". Sehr schön: Flötistin Natascha Hölldobler, begleitet von Sylvia Kühn-Padros, mit Bohuslav Martinus "First Sonata". Die Vertrautheit der gegenseitigen Abstimmung dagegen ließen die Teilnehmerinnen der Tanzwerkstatt noch vermissen.

Auch die Neu-Ulmer Musikschule bietet derzeit an mehreren Abenden ihren Schülern die Gelegenheit, das Gelernte zu präsentieren. Beim Vorspiel ausgewählter Schüler von Gitarrist Stefan Schmitz waren junge Talente wie der in seiner Musikalität bereits nach einem Jahr Unterricht verblüffende Melich Düzgün zu hören, aber auch Schüler, die bereits mehr als zehn Jahre Unterricht haben und auf hohem Niveau musizieren wie Andreas Henkel, Nadja von Nitzsch oder Manuel Königsdorfer. Dabei bewies Stefan Schmitz, dass Gitarrenliteratur selbst für Anfänger nicht kindlich oder langweilig sein muss, sondern dass es Interessantes bereits für ganz junge Gitarristen gibt. (köd)

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