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Ulm/Blaustein

27.10.2020

Warnung vor Kampfmitteln der Bundeswehr: Eigenartiges Flugblatt in Ulm aufgetaucht

Fragwürdige Plakate wie dieses wurden in Ulm und Blaustein gesichtet.
Bild: Heckmann

Plus Haben rechtsextreme KSK-Soldaten ein Sprengstoffdepot in der Region Ulm angelegt? Eine Ulmer Gruppierung bekennt sich zur dubiosen Aktion.

Eine noch unbekannte Anzahl Flugblätter, auf denen vor Kampfmitteln der Bundeswehr gewarnt wird, ist am Montag in Ulm und Blaustein in Briefkästen verteilt worden. Dazu wurden an Laternenpfählen gleichlautende Schilder aufgehängt, auf denen angeblich der Militärische Abschirmdienst warnt: „Sie befinden sich in einer Kampfmittelverdachtszone!“

Im Lauf des Tages meldeten sich mehrere Menschen bei der Polizei, die diese Flugblätter im Briefkasten hatten. Die Abteilung Staatsschutz der Kriminalpolizei prüft, welche Straftaten durch das Verbreiten des Flugblattes begangen wurden. In sozialen Medien war zu lesen, dass in Blaustein im Lauf des Tages Feldjäger unterwegs waren, um die gefälschten Plakate zu entfernen. Auf dem Flugblatt wird davor gewarnt, dass in der Umgebung rechtsextreme KSK-Soldaten Sprengstoff- und Munitionsdepot angelegt haben sollen.

Wolfgang Jürgens, Pressesprecher des Polizeipräsidium Ulm, äußerte sich klar zu dem Flugblatt: „Das ist nicht der richtige Weg, damit Bürger zu erschrecken.“

Kollektiv 26 bekennt sich zur dubiosen Flugblatt-Aktion in Ulm

Urheber des Flugblattes ist mutmaßlich das „Zentrum für politische Schönheit“, ein Zusammenschluss von etwa 70 Aktionskünstlern, die am Montag vor dem Kanzleramt in Berlin einen „Waffen-Rückgabecontainer“ ähnlich einem Altkleidersammelcontainer aufgestellt haben.

Die Flugblätter und Plakate in Ulm wurden vom Kollektiv 26 verteilt, wie die autonome Gruppe am Dienstag vermeldete. Sie hätten damit Aufmerksamkeit auf fehlende Munition, Sprengstoff und Waffen innerhalb der Bundeswehr machen wollen, sowie auf extrem rechte Strukturen, die sich seit Jahren im Militär und anderen Sicherheitsbehörden befänden, teilten die linken Aktivisten mit. Deshalb hätten sie die Aktion des Zentrums für politische Schönheit unterstützt.

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