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Landkreis/Weißenhorn

15.10.2019

Was wird aus der Region Donau-Iller? Jetzt sind die Bürger gefragt

Der Entwurf für den neuen Regionalplan enthält erstmals Regelungen zur flächensparenden Bauweise.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Es geht um die Zukunft der Region Donau-Iller. Der Regionalverband eröffnet jetzt das Beteiligungsverfahren.

Wo darf Einzelhandel angesiedelt werden? Wo werden Rohstoffe abgebaut? Wie lässt sich die Infrastruktur unserer Region zukunftsfähig weiterentwickeln? Auf Fragen wie diese gibt der Regionalplan Antworten. Das umfangreiche Werk des Regionalverbands Donau-Iller soll den vielen Herausforderungen der Zukunft Rechnung tragen. Nun steht eine grundlegende Überarbeitung des bestehenden Plans an. Dazu eröffnet der Regionalverband das Beteiligungsverfahren und gibt Kommunen und der Öffentlichkeit Gelegenheit, drei Monate Einsicht zu nehmen und Stellung zu beziehen.

Es geht um Verkehr und Wirtschaft in der Region

Wie der Regionalverband mitteilt, ist das Planwerk auf eine Laufzeit von 15 Jahren ausgerichtet. Es stellt in mehreren Kapiteln ein langfristiges Entwicklungskonzept für die Region dar. Alle Planungen im Bereich Siedlung, Verkehr und Wirtschaft müssen mit der Raumordnung in Einklang gebracht werden. Bei der Überarbeitung diesmal auch neue Themen aufgenommen: Erstmalig sollen Kommunen als Siedlungsbereiche festgelegt werden, die neben den großen Städten den Siedlungsdruck aufnehmen sollen. Neu enthalten sind zudem Regelungen zur flächensparenden Bauweise, zum Vorrang der Innenentwicklung und zum Erhalt innerstädtischer Grünstrukturen.

Auch der Einzelhandel im Kreis Neu-Ulm spielt eine wichtige Rolle

Im Kapitel „Wirtschaft“ werden Bereiche für den großflächigen Einzelhandel ausgewiesen, um die Versorgung der Bevölkerung in die Innenstädte zu lenken und so deren Attraktivität zu erhalten und zu stärken. Bei der Sicherung von Flächen für Gewerbe und Industrie wird der Fokus auf die interkommunale Kooperation gelegt, um die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten.

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Das Kapitel „Verkehr“ legt seinen Fokus auf ein flächendeckendes Netz, um die Anbindung auch der ländlich geprägten Teile der Region zu verbessern. Um den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig zu gestalten, soll ein die gesamte Region umfassender Geltungsbereich für Tickets geschaffen werden.

So können sich Bürger an der Planung beteiligen

Zu den Inhalten des Planentwurfs bittet der Regionalverband nun um Beteiligung. Stellungnahmen können ab sofort bis einschließlich 17. Januar 2020 unter der E-Mail-Adresse beteiligung@rvdi.de abgegeben oder per Post an den Regionalverband Donau-Iller, Schwambergerstraße 35, 89073 Ulm, gesendet werden. Die Unterlagen zur Fortschreibung werden beim Regionalverband, bei den Land- und Stadtkreisen der Region Donau-Iller, bei der Regierung von Schwaben und beim Regierungspräsidium Tübingen öffentlich ausgelegt. Zudem stehen sie und weitere Informationen unter www.rvdi.de/regionalplan/fortschreibung im Internet.

Eine Dialogveranstaltung findet in Weißenhorn statt

Im November finden außerdem fünf öffentliche Dialogveranstaltungen statt, die für den Landkreis Neu-Ulm ist am Donnerstag, 14. November, 17 Uhr, in der Stadthalle Weißenhorn. Dort wird der neue Regionalplan inhaltlich vorgestellt, das Verfahren und die Rechtswirkung der Festlegungen werden erläutert. Im Anschluss beantworten die Fachplaner der Regionalverbands Detailfragen. (az)

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