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22.12.2020

Xaver Merk aus Senden will für die Linken in den Bundestag

Xaver Merk

Xaver Merk aus Senden tritt als Direktkandidat der Linken für den Wahlkreis Neu-Ulm an. Damit erfüllt er vielen einen Wunsch.

Der Sendener Xaver Merk will in den Bundestag einziehen und hat nun den ersten Schritt zu diesem Ziel gemacht: Der Kreisvorstand der Linken Günzburg/ Neu-Ulm hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Xaver Merk als Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis 255 Neu-Ulm zu nominieren, teilt die Linke in einer Pressemitteilung mit. Die Nominierung Merks erfolgte nach Angaben der Partei auf Wunsch vieler Mitglieder, sodass sich der Linken-Stadt- und -Kreisrat im Rahmen einer virtuellen Vorstandssitzung bereit erklärte, als Direktkandidat für den Wahlkreis antreten zu wollen.

Merk ist in der Region kein Unbekannter. Er leitete acht Jahre den Kreisverband und ist derzeit Mitglied des Parteivorstandes in Berlin. Die offizielle Aufstellungsversammlung ist für Aschermittwoch 2021 geplant.

Xaver Merk will eine Digitalsteuer

Bei der Sitzung machte Merk laut Mitteilung auch deutlich, dass er das Thema Verteilungsgerechtigkeit als einen der Schwerpunkte des anstehenden Wahlkampfs sehe. Dazu teilt Xaver Merk, der Mitglied im Parteivorstand ist, mit: „Die Corona-Krise hat die soziale Ungerechtigkeit weiter verschärft. In der Krise wurden die Reichen noch reicher, während die Armut weiter zunahm.“ Deutschlands Millionäre seien trotz der Corona-Krise um 100 Milliarden reicher geworden, im Gegenzug haben ein Drittel der Beschäftigten Einkommensverluste.

„Auch wenn es jetzt darum geht, die Fallzahlen zu senken, ist es fatal, dass sich die Union beim Thema Vermögensabgabe zur Refinanzierung der Krisenkosten verweigert.“ Im Wahlkampf müsse klar werden, wer die Kosten der Krise zahlt. Es dürften nicht, wie bei der Finanzkrise, die Beschäftigten und finanziell Schwachen sein, so Merk. Neben einer Vermögensabgabe brauche es die gerechte Besteuerung von Konzernen wie Amazon und Google. Diese gehörten zu den Krisengewinnern und eine Digitalsteuer sei längst überfällig, sagte Merk.

Die Linken-Kreisvorsitzende Heike Benz sagte bei der Videokonferenz zum Wahlkampf ihrer Partei: „Wir werden unsere Kernkompetenz im Bereich der sozialen Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen, unsere Konzepte bringen für die Mehrheit deutliche Verbesserungen.“ (az)

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