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Ay

15.08.2019

Zauneidechsen in Senden ziehen in neues Biotop um

Ein Greifbagger hob mehrere Steine an der Böschung an, die Helfer konnten die Tiere dann fangen und umsetzen.
Bild: Bernd Kurus-Nägele

Im Rahmen des Umbaus am Ayer Wehr werden die bedrohten Tiere und Ringelnattern umgesiedelt.

Am Ayer Wehr finden, wie berichtet, derzeit Umbaumaßnahmen zum Einbau eines neuen Kraftwerkes statt. Der Bund Naturschutz war frühzeitig in die Planung miteinbezogen worden und konnte eigenen Angaben nach Forderungen zum Erhalt der Zauneidechsen-Population vorbringen. Dazu wurde vom Bauträger ein Ausweichbiotop angelegt.

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Im Rahmen der Umbaumaßnahme musste ein Teil der alten Böschung abgerissen werden – dieser Bereich sei jedoch aufgrund seiner Hohlräume für Zauneidechsen und Ringelnattern als Lebensraum bekannt, sagt Bernd Kurus-Nägele vom Bund Naturschutz.

Bagger hebt vorsichtig die einzelnen Steine an

Deswegen sollten die Tiere vor den Baumaßnahmen umgesetzt werden: Ein Greifbagger hob die Steine einzeln aus der Böschung, so konnten die Tiere unter fachlicher Beobachtung direkt eingefangen und umgesetzt werden.

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Bei der Aktion mit dabei waren die Landschaftsplanerin des Investors, Miriam Puscher, und der Bund-Naturschutz-Kreisgeschäftsführer Bernd Kurus-Nägele, der für die Umsetzungsmaßnahme auch Rudolf Mick gewinnen konnte. Dieser drehte bereits in den 80er-Jahren den Film „Eidechsen am Ayer Wehr“ und genießt als Gebietskenner großes Ansehen beim Bund Naturschutz, so Kurus-Nägele.

Umgesetzt werden mussten nur wenige Tiere der Arten Zauneidechse und Ringelnatter. Zudem konnten zwei Gelege von Ringelnattern mit insgesamt rund 40 Eiern in gesicherte Zonen entlang der Iller gebrachte werden. (az)

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