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01.07.2010

Zwei verkaufsoffene Sonntage erlaubt

Der verkaufsoffene Sonntag in Senden erfreut sich eines regen Zulaufs, wie hier im Marktkauf. Foto: ahoi
Bild: ahoi

Senden Der Sendener IHGV soll künftig dauerhaft zwei verkaufsoffene Sonntage in Senden veranstalten dürfen. Der Stadtrat ist diesem Ansuchen des Gewerbeverbands am Dienstag mit 19:7 Stimmen nachgekommen. Zum Josefsmarkt im März und zum Krämermarkt im Oktober sollen die beiden verkaufsoffenen Sonntage stattfinden.

Dagegen war die Fraktion der Grünen, für die Helmut Meisel erklärte, sie schlössen sich den Bedenken der Gewerkschaft Verdi sowie der evangelischen Kirche an. Auch zwei CSU-Räte stimmten gegen den Antrag.

Zwischen 80 und 90 Betriebe der Stadt beteiligten sich während der vergangenen Jahre an diesen Sonntagen, mit denen sich der Gewerbeverband an die bereits zuvor existierenden Straßenmärkte in der Innenstadt angeschlossen hat. Sie ziehen bis zu 4000 Besucher an, die Stadtverwaltung geht von einer überregionalen Bedeutung dieser Veranstaltungen aus, die künftig noch mehr Besucher anziehen werde.

Festzelt an der Danziger Straße

Zwei verkaufsoffene Sonntage erlaubt

Der Gewerbeverband plant, künftig auf dem Festplatz an der Danziger Straße ein Festzelt aufzustellen, in Anknüpfung an die ehemalige Sendener Heimatwoche. Auch ein breites Rahmenprogramm soll stattfinden. Zwischen 2000 und 3000 Besucher, davon geht der IHGV aus, werden das an Samstag und Sonntag geöffnete Festzelt füllen.

Unter anderem hatten sich die evangelische Kirchengemeinde Senden und die Gewerkschaft Verdi gegen einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag ausgesprochen. Verdi verwies auf die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen, Benachteiligung kleiner Geschäfte sowie drohenden Arbeitsplatzabbau durch die Kosten der verkaufsoffenen Sonntage. In ihrer Stellungnahme widerspricht die Stadtverwaltung: Es handele sich bei zwei Sonntagen nur um vier Prozent aller Sonntage im Jahr. Der Gesetzgeber erlaubt sogar vier. Zudem profitierten auch die kleineren Geschäfte in der Innenstadt von verkaufsoffenen Sonntagen. Arbeitgeber würden des Weiteren für die Sonntagsarbeitszeit entsprechende Ausgleiche geben.

Herausgabe einer Verordnung

Gegen den Antrag hatte sich auch die "Allianz für den freien Sonntag für Neu-Ulm, Iller- und Rothtal" mit einem Schreiben geäußert. Nach der nun gefällten Entscheidung wird die Verwaltung nun eine entsprechende Verordnung herausgeben.

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