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Kommentar: Landkreis Neu-Ulm: Landratskandidaten mit Überraschungen

Kommentar

Landkreis Neu-Ulm: Landratskandidaten mit Überraschungen

Ronald Hinzpeter
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    Bei der Landratswahl treten eine Frau und vier Männer an. Manches bei den Kandidaturen ist überraschend.
    Bei der Landratswahl treten eine Frau und vier Männer an. Manches bei den Kandidaturen ist überraschend. Foto: Bernd Weißbrod/Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa (Symbolbild)

    Seit dieser Woche ist die Auswahl komplett: Fünf Männer und eine Frau wollen Ex-Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) beerben und in sein ehemaliges Büro im Landratsamt einziehen. Was auffällt: Vier davon kommen aus dem Norden des Landkreises Neu-Ulm, der AfD-Bewerber wohnt nicht mal hier, er stammt aus dem Ostallgäu. Somit ist der Süden im Kandidatentableau nicht vertreten. Gab es da niemanden? Doch, für die CSU hatte sich der Kellmünzer Bürgermeister Michael Obst in Stellung gebracht. Spätestens seit er im Februar dieses Jahres CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag wurde, konnte es keinen Zweifel mehr geben: Er will Landrat werden. Zu diesem Zeitpunkt war Freudenberger bereits als Landtagskandidat nominiert. Obst war danach in der Öffentlichkeit sehr präsent, nicht zuletzt in den sozialen Medien. Doch das nützte ihm nichts, denn die CSU zeigte ihm deutlich die kalte Schulter – was nicht völlig unerwartet kam, denn vor allem im Süden des Kreisverbandes ist er nicht bei allen wohlgelitten. Als er noch Marktrat in Buch war und noch nicht den Christsozialen angehörte, lieferte sich mit den CSU-Vertretern teils heftige Auseinandersetzungen. Und so entschieden sich die Parteidelegierten für Eva Treu, die bis dahin weder im Neu-Ulmer Stadtrat noch in den Kreisgremien besonders auffällig in Erscheinung getreten war. Doch Parteifreunde loben ihr natürliches und frisches Auftreten. Dennoch: eine durchaus mutige Wahl, auch wenn der Landkreis traditionell "schwarz" ist. 

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