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  3. Lonsee/Berlin: Shisha-Branche nach Gesetzesänderung unter Druck: Boomt der Schwarzmarkt?

Lonsee/Berlin
27.11.2023

Shisha-Branche nach Gesetzesänderung unter Druck: Boomt der Schwarzmarkt?

Eine Shisha-Wasserpfeife wird in einer Shisha-Bar mit Tabak befüllt. Die Folgen einer Verpackungsvorschrift machen Deutschlands Shishabranche schwer zu schaffen.
Foto: Bernd Weißbrod, dpa

Es geht bergab im Geschäft mit Shisha-Tabak. Mit Shisha Cloud ist eine erste Firma insolvent. Branchenvertreter ärgern sich über eine Regel, die den Schwarzmarkt angekurbelt habe.

Die Folgen einer Verpackungsvorschrift macht Deutschlands Shisha-Branche schwer zu schaffen. Nach einem Umsatzeinbruch 2022 leiden die Firmen auch dieses Jahr unter Einbußen, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Demzufolge sank das Gewicht versteuerten Wasserpfeifentabaks in den ersten zehn Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 688 Tonnen. Grund ist eine neue Vorschrift, die den Verkauf großer Verpackungen verbietet. Die Nachfrage nach den erlaubten kleinen Verpackungen ist gering, da sie relativ teuer sind.

Die Lage ist düster, es kam zu einer ersten Insolvenz: Die Shisha Cloud GmbH aus Lonsee (Alb-Donau-Kreis) hatte 2021 noch gut 30 Beschäftigte und einen Umsatz von 5,5 Millionen Euro, jetzt wird sie abgewickelt. "Das Geschäft lief damals gut, die Perspektiven waren blendend", sagt Firmenchef Dennis Quintenz. Doch 2022 ging es bergab: Eine Steuererhöhung verteuerte die Ware und die Verpackungsvorschrift trat in Kraft.

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