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Basketball-Bundesliga

18.05.2015

Der Grieche war der Größte

Auch von zwei Gegenspielern nicht zu stoppen: Ian Vougioukas lieferte innerhalb von nicht einmal 48 Stunden die zweite Galavorstellung gegen Bonn ab.
Bild: Horst Hörger

Ulm erzwingt auch dank Ian Vougioukas ein fünftes Spiel gegen Bonn. Vor allem überzeugte die Mannschaft aber mit in dieser Saison oft vermissten Tugenden

Die Konsequenzen aus der Niederlage am Freitag in Bonn waren erwartet oder zumindest erhofft worden und Trainer Thorsten Leibenath hat sie tatsächlich gezogen. Im vierten Spiel der Viertelfinalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft standen Jaka Klobucar und Ian Vougioukas anstelle von Maarten Leunen und Tim Ohlbrecht in der Startformation von Ratiopharm Ulm. Diese Maßnahmen zeigten enorme Wirkung. Die Mannschaft kämpfte verbissen, verteidigte intensiv und erzwang mit einem sicheren 86:73-Sieg ein fünftes Spiel am kommenden Mittwoch (20 Uhr) im Bonner Telekom-Dome.

Wenn die Ulmer die Leistung von Spiel vier dann erneut abrufen können, winkt ihnen die Teilnahme an der Halbfinalserie gegen Bamberg und im Lager des Hauptrundenersten wird man vermutlich jetzt schon darüber nachgrübeln, wie man im Fall des Falles diesen Ian Vougioukas stoppen kann. Der griechische Nationalcenter rief innerhalb von nicht einmal 48 Stunden die zweite Galavorstellung ab. Am Freitag in Bonn waren es 27 Punkte, im Heimspiel gingen 22 Zähler bei nur einem Fehlwurf aus dem Feld, zehn Rebounds, vier direkte Korbvorlagen, fünf gezogene Fouls und ein fantastischer Effektivitätswert von 34 auf das Konto von Vougioukas. Hervorragend drauf waren außerdem Philipp Schwethelm mit vier Dreiern bei fünf Versuchen und an seinem 25. Geburtstag Will Clyburn mit 22 Punkten und acht Rebounds.

Aber in allererster Linie gewannen die Ulmer dieses Spiel in der Abwehr und durch ihre in dieser Saison so oft vermisste Leidenschaft. Symptomatisch war diese Szene in der ersten Halbzeit, in der sich Vougioukas und Schwethelm auf dem Feld abklatschten und sich die Freude über diesen gelungenen Auftritt gegenseitig in die Gesichter brüllten. Nach fünf Minuten und einem Korb von Per Günther führte Ulm nämlich bereits zweistellig (17:6), über ein 22:16 nach dem ersten Viertel und ein 40:30 zur großen Pause bauten sie ihren Vorsprung kurz vor dem Ende des dritten Spielabschnitts auf 60:40 aus. Auf elf Punkte kam Bonn anschließend noch einmal heran (66:55), aber am Ende stand ein Ulmer Sieg, der auch in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten gewesen war. Schließlich hatten in der Hauptrunde und in den ersten drei Partien der Serie alle Spiele mit einer Differenz von höchstens sechs Zählern geendet.

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