Luftgewehr

27.11.2017

Gemeinsam sind sie stark

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3 Bilder
Alle an dem Wettkampf beteiligten Schützen in Aktion. Die Zuschauer behalten, dank der großen Anzeigetafel, jederzeit den Überblick.

Vöhringer Schützen gewinnen gegen Fürth ihren einzigen Heimwettkampf in der Bundesliga. Der Trainer hat bei der Aufstellung ein glückliches Händchen

Die Luftgewehrschützen des SV Pfeil Vöhringen sind weiter prächtig in Schuss. In seinem einzigen Heimkampf in dieser Saison der Bundesliga Süd gewann der Aufsteiger gegen den mehrmaligen deutschen Meister SSG Dynamit Fürth mit 3:2 und sicherte damit seinen dritten Tabellenplatz ab. Trainer Sven Martini hatte sich letztlich entschieden, an Position eins anstelle des Russen Sergei Kamenskiy den Ukrainer Oleh Tsarkov zu nominieren und der trug in der voll besetzten Illerberger Mehrzweckhalle mit seinem Weltklasseergebnis von 399 von 400 möglichen Ringen entscheidend zum Erfolg der Vöhringer bei.

Schon zu Beginn des Wettkampfs war die Stimmung unter den 300 Besuchern prächtig. Die fetzigen Klänge aus den Lautsprecherboxen und der Jubel der Besucher, wenn ein Vöhringer wieder genau in die Mitte der Scheibe traf, beflügelten Tsarkov und seine Mannschaftskameraden zusätzlich. Der Vöhringer Pressesprecher Leo Menasch versicherte: „Die Mannschaft ist derzeit richtig euphorisch, hat viel Selbstvertrauen und freut sich auf jeden Wettkampf.“

Insgesamt fünf Mal rissen die Zuschauer ihre Tafeln mit der aufgedruckten 100 in die Höhe. So oft nämlich beendete ein Vöhringer eine 100er-Serie ohne Fehlschuss. Drei 100er gingen aufs Konto von Tsarkov, der das Spitzenduell gegen die für Fürth startende Italienerin Elania Nardelli klar mit 399:392 Ringen gewann.

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Die in dieser Saison zuvor erst einmal bezwungene junge Pfeilschützin Hannah Steffen hatte im zweiten Duell diesmal Pech. In der ersten Serie war sie nicht hundertprozentig konzentriert und schaffte nur 95 Ringe. Dann steigerte sie sich zwar, musste ihr Duell gegen Melanie Heinz aber knapp mit 390:391 Ringen abgeben. Was aber kein großes Problem war, denn Michaela Kögel an Position drei war prächtig aufgelegt. Sie erzielte zwei Hunderter und holte mit ihrem glatten 397:393-Erfolg über Maximilian Wolf einen weiteren Punkt für die Gastgeber.

Der Vöhringer Florian Krumm legte dann vier recht gleichmäßige Serien (98, 97, 99, 98) hin, musste sich aber Sandro Schrüfer mit 392:394 Ringen beugen. Es hieß 2:2 und dann beendete der stark verbesserte, entspannt und selbstsicher wirkende Andreas Renz seine vierte Serie mit 98 Ringen. Insgesamt kam er auf 392 und nun hieß es abwarten, was seine sehr langsam schießende Gegnerin Selina Schrüfer zustande bringen würde. Sie war schwach mit 93 Ringen gestartet, steigerte sich in den nächsten beiden Serien, lag dann vor der letzten Serie aber doch mit sechs Ringen gegenüber Renz im Rückstand. Da der Vöhringer in seinem letzten Durchgang 98 Ringe erzielt hatte, war es klar, dass der SV Pfeil Vöhringen einen weiteren Sieg feiern würde, der mächtig bejubelt wurde.

Menasch sprach nachher Trainer Sven Martini aus dem Herzen: „Das war ein weiterer großartiger Erfolg. Jetzt haben wir noch vier Wettkämpfe. Wenn wir zwei davon gewinnen, sind wir beim Endkampf um die deutsche Meisterschaft dabei.“ Diesen tragen die vier besten Teams der Nord- und der Südgruppe aus. Die Vöhringer haben gute Chancen, die Qualifikation schnell klarzumachen, denn am nächsten Wettkampftag in Kronau treten sie gegen den Tabellenelften SSVG Brigachtal und den Neunten SV Niederlauterbach an.

In Illerberg standen am Samstag noch zwei weitere Begegnungen auf dem Programm. In diesen behielt der ungeschlagene Tabellenführer SV Germania Prittlbach mit 4:1 die Oberhand über den SSVG Brigachtal und die SG Coburg setzte sich mit 3:2 gegen den SSV Kronau durch.

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