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Tischtennis

07.03.2012

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Fairer Handschlag zwischen dem Witzighauser Thomas Ludwig (links) und dem Holzheimer Hans-Jörg Martin. Das Derby zwischen den beiden Vereinen gewann der TSV Holzheim, der noch stärker vom Abstieg bedroht ist als der TTC Witzighausen. Geteiltes Leid ist eben halbes Leid.
Bild: Ilse Riedel

Witzighausen und Holzheim nach gemeinsamem Aufstieg nun vom Abstieg bedroht

Witzighausen/Holzheim Zusammen sind sie im vergangenen Jahr von der Tischtennis-Landesliga in die Verbandsklasse aufgerückt, jetzt besteht die Gefahr, dass der TTC Witzighausen und der TSV Holzheim auch gemeinsam in die Landesliga zurückkehren. Wobei die Witzighauser die besseren Papiere haben, denn sie haben schon fünf Punkte mehr gesammelt und stehen gerade so auf einem Nichtabstiegsplatz. Aber der TTC hat zuletzt ausgerechnet das Derby gegen Holzheim verloren und mit den Spielen gegen Ergenzingen, Wasseralfingen, Altshausen und Rottenburg noch ein sehr schweres Restprogramm vor sich. Die Holzheimer hingegen haben sich, auch wenn noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt besteht, eigentlich mit dem Abstieg abgefunden.

Werner Geiger vom Abteilungsvorstand beim TSV Holzheim sieht die Lage ganz realistisch: „Wir sind letztes Jahr als Tabellendritter zum Aufstieg wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Die Spieler wollten hoch und es war ihnen klar, dass sie möglicherweise alle 20 Spiele verlieren werden. Denn zwischen der Landesliga und der Verbandsklasse liegen Welten.“ Immerhin haben die Holzheimer jetzt zwei Begegnungen für sich entschieden und wollen, das verspricht Geiger, in der Auseinandersetzung mit Gärtringen am 17. März alles tun, um diese Partie für sich zu entscheiden. Damit würden sie dem TTC Witzighausen wichtige Schützenhilfe leisten.

Werner Geiger spricht trotz allem von einer erfolgreichen Saison

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Werner Geiger spricht trotz der schlechten Tabellenlage von einer „erfolgreichen Saison“ für sein Team, denn „die Spieler haben viel gelernt, der eine oder andere hat sich mächtig weiterentwickelt“. Dass der TSV in der Tabelle ganz hinten steht, mache der Truppe nichts aus: „Wir haben trotzdem Gaudi. Jetzt steigen wir halt wieder ab und spielen in der Klasse, in die wir gehören. Ein zweites Jahr in der Verbandsklasse ohne deutliche Verstärkung würden wir nicht mitmachen. Da käme nur Frust auf. Aber wir zahlen nichts, woher sollen also Verstärkungen kommen?

Die Situation beim TTC Witzighausen ist da etwas anders. In der vergangenen Saison hat er ungeschlagen den Aufstieg geschafft. Und dann hat der beste Spieler, Andreas Brandt, den Verein verlassen, um bei Oberligist SC Staig noch einmal richtig anzugreifen. Er spielt dort sehr erfolgreich und in Witzighausen ist ihm niemand böse, dass er die Fronten gewechselt hat. „Wir haben gesagt, er soll es in Staig versuchen“, sagt Vereinsvorsitzender Otto Simon. „Wir haben ja auch noch eine Chance. Jedenfalls klammern wir uns an jeden Strohhalm.“

Wie Simon bestätigt, wussten alle, dass es sehr schwer wird, die Klasse zu halten. „Das Problem ist, dass wir eine eklatante Schwäche in den Doppeln zeigen. Die Einzelspieler sind gut, aber das reicht nicht. Und dann hat die Niederlage gegen Holzheim sehr geschmerzt.“

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