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Klettern

13.11.2018

In Neu-Ulm gibt es ein System für kurzentschlossene Kletterer

So sieht das Auto-Belay aus, das direkt unter der Hallendecke befestigt wird.

Beim Last-Minute-Klettern braucht es keine zweite Person, die den Partner absichert. Möglich macht das eine besondere Technik - das Auto-Belay.

Last-Minute – was nach Urlaub, Strand und Sonne klingt, kann auch schnell in Anstrengung, Schweiß und Höhenangst ausarten. Wobei an Letzterem niemand leiden sollte, der den Sparkassendome der Neu-Ulmer DAV-Sektion betritt. Hier steht das Last-Minute für eine Möglichkeit der Besucher, ganz alleine Klettern zu können, ohne dass eine zweite Person dabei sein muss, um den Sportler zu sichern. Möglich macht das eine Technik, die sich „Auto-Belay“ nennt. Das bedeutet auf Deutsch so viel wie „Selbstsicherung“. Und darum geht es.

„Das Last-Minute-Klettern ist für Besucher, die spontan Klettern wollen oder denen die Person zum Sichern abgesagt hat“, erklärt die stellvertretende Betriebsleiterin Sabrina Kunz. Daher kommt auch der Name. Wie beim Last-Minute-Urlaub geht es um Kurzentschlossene, die nicht abhängig von jemand anderem sein möchten. Dazu gehört allerdings etwas Vertrauen in die Technik. Denn das Auto-Belay kommt äußerst unscheinbar daher. Es ist eine um die 30 Zentimeter im Durchmesser große Trommel, die an der 17 Meter hohen Decke der Kletterhalle befestigt ist. Je nach Modell beträgt die Traglast der Geräte bis zu 150 Kilogramm. Will sich ein Sportler von der Technik sichern lassen, muss er nur den Riemen, der aus dem Gerät führt, am Klettergurt befestigen.

Mit Selbstsicherungssystem Klettern in Neu-Ulm

Klinkt man sich beim Auto-Belay ein, merkt man direkt, wie der Klettergurt nach oben gezogen wird, denn das Auto-Belay hat eine leichte Zugwirkung auf den Kletterer. Bewegt sich dieser an der Wand nach oben, wird der Riemen im Inneren der Trommel zusammengerollt. So bleibt er beim Klettern immer angespannt. Rutscht der Sportler nun ab oder lässt sich bewusst fallen, bremst das System das Abrollen des Riemens aus, sodass der Kletterer langsam zu Boden sinkt.

Wer die Technik in der Neu-Ulmer Kletterhalle nutzen möchte, findet an den bislang zwei Kletterwänden, die mit dem Auto-Belay ausgestattet sind, Anleitungen. In denen steht beschrieben, worauf zu achten ist. Weil es so unkompliziert ist und niemand dabei sein muss, der Erfahrung im Sichern hat, eignet sich das Auto-Belay auch für Kletterunerfahrene, die sich an den Wänden Kletterouten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen aussuchen können. Außerdem fällt beim Auto-Belay das Einklinken in Kletterhaken weg, das beim konventionellen Sichern dazugehört.

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