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Basketball-Eurocup

06.11.2019

Ratiopharm Ulm gegen Bologna: Wirbel kurz vor Schluss

Ulms Killian Hayes (Mitte) verschuldete gegen Bologna im Eurocup ein unsportliches Foul kurz vor Ende der Partie. Es war der Höhepunkt in einem sehr ansehnlichen Basketballspiel. Am Ende verlor Ulm trotzdem.

Die Ulmer machen gegen das favorisierte Bologna ein starkes Spiel, die Zeichen stehen lange auf Sieg. Und dann beginnt eine wilde Schlussphase.

Am Ende sorgte ein unsportliches Foul von Killian Hayes für Wirbel im Basketball-Eurocup. Lange Zeit sah es nach einer Überraschung aus, doch letztlich gewann Bologna zuhause mit 92:91. Elf Sekunden vor Schluss attackierte Hayes Milos Teodosic, obwohl der Ball noch nicht im Spiel war. Es handelte sich um Sekundenbruchteile, mindestens fragwürdig war die Entscheidung allemal. Die Folge: Zwei Freiwürfe und Ballbesitz für Bologna. Es war der Höhepunkt einer aufsehenerregenden Schlussphase. Doch was Ulm davor gezeigt hatte, war sehr stark.

Es erinnerte sehr an die starke Leistung, die sie am Wochenende drei Viertel lang gegen Berlin präsentiert hatten. In der Defensive gingen sie aggressiv zu Werke, im Angriff sorgten Hayes und Derek Willis für die Punkte und dafür, dass ihr Team nach rund vier Minuten schon mit zehn Zählern Vorsprung führte (13:3). Dass Ratiopharm Ulm gegen Berlin aber auch ein schlechtes letztes Viertel gezeigt hatte und am Ende verlor, ließ auch eine gute Portion Skepsis mitschwingen bei der anfangs guten Leistung gegen Bologna. Zumal die Spieler von Trainer Jaka Lakovic wieder ihre Probleme damit hatten, ihre Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Nach den ersten zehn Minuten war der Vorsprung schon etwas geschrumpft (26:18), trotzdem dürften die Spieler selbstbewusst in die erste kleine Unterbrechung gegangen sein – und das zurecht. Dennoch blieb die Frage, wie lange die Ulmer diesen Druck aufrecht erhalten könnten, da Bologna dank Basketballern wie Milos Teodosic oder Stefan Markovic nominell ja eigentlich besser besetzt ist.

Basketball-Eurocup: Bologna besiegt Ratiopharm Ulm

Doch auch sie gaben den Ball zu leicht her und verbauten sich so die Chance, richtig an ihre Gäste ranzukommen. Immer wenn es danach aussah, als würden sie Boden gut machen, trafen die Ulmer wieder. Denn das Werfen klappte ziemlich gut, was ja auch insofern bemerkenswert war, da die Ulmer personell etwas ausgedünnt daherkamen. Zoran Dragic fehlte, genau wie Isaiah Briscoe. Ganz zu schweigen von Tyler Harvey. So kam im zweiten Viertel etwa der unerfahrene Kristofer Krause zum Einsatz, der von der Orange Academy in den Eurocup-Kader beordert worden war. Punkte machte er im zweiten Viertel zwar keine, sein Team blieb zur Halbzeit aber weiter überraschend klar in Führung (50:42).

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Und dann passierte eben doch, was die Pessimisten unter den Ulmer Fans erwartet hatten: Bologna glich aus (52:52). Was aber nach Wiedererstarken der Italiener klingt, war nur ein kleines Aufbäumen, die Ulmer wehrten sich nach Kräften. Resultat war ein sehr zerfahrenes drittes Viertel mit vielen Fehlern aber auch mit Ulmern wie Per Günther, die den Ball in den Korb zwangen. Mit 64:61 aus Ulmer Sicht ging es ins Schlussviertel.

Es blieb aber beim bewährten Spielchen: Bologna kam nie richtig in Schwung und Ulm hielt seinen Gegner weiter auf Abstand – bis die Gastgeber eben doch wieder punkteten. Knapp drei Minuten vor Schluss stand es so 79:79 und es entwickelte sich eine spektakuläre Schlussphase mit wilden Treffern auf beiden Seiten. Dann beging Hayes das Foul und wenig später war das Spiel entschieden.

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