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Inline-Skating

14.06.2019

Sie schnüren ihre Schuhe für die WM

Ann-Krystina Wanzke (links) und Marina Seitz gehören bei der Weltmeisterschaft der Inline-Fahrer in Barcelona zu den Medaillen-Anwärterinnen.
Bild: Siegfried Kerpf

Vier Neu-Ulmer sind für das Großereignis in Barcelona nominiert – und fast alle haben Medaillenchancen. Daneben gibt es andere wichtige Wettkämpfe

Die Weltmeisterschaft steht in diesem Jahr im Fokus der alpinen Inline-Fahrer des DAV Neu-Ulm. Vier von ihnen wurden vom Verband für die Großveranstaltung in Barcelona vom 8. bis zum 12. Juli nominiert: Marina Seitz, die letztjährige Siegerin im Gesamt-Weltcup, die Zweite Ann-Krystina Wanzke, der dreifache Ex-Weltmeister Manuel Zörlein und Nationalfahrer Sebastian Schwab. Insgesamt gehören zehn Männer und zehn Frauen dem Nationalteam an. Nicht nur in dem nehmen die Neu-Ulmer eine Vormachtstellung ein. Sie gehören, vielleicht mit Ausnahme von Schwab, auf jeden Fall auch zu den Medaillenanwärtern.

Um sich vor Ort optimal vorbereiten zu können, reist das deutsche Aufgebot drei Tage vor Beginn der Veranstaltung an und wird sich also insgesamt acht Tage in Barcelona aufhalten. Ausgetragen werden bei der WM Riesenslalom und Slalom, dazu gibt es eine Kombinationswertung, ferner stehen ein Parallelslalom und ein Teamwettbewerb auf dem Programm. Inline nonstop also für die Fahrer, für die Besten gibt es immerhin kleine Siegprämien. Die sind höchst willkommen, da die Unterstützung von Verbands- und Vereinsseite in der Regel die Unkosten nicht deckt. Der Neu-Ulmer Abteilungsleiter Bernd Zörlein sagt: „Viele Fahrer müssen einen Teil der Ausgaben selbst bezahlen.“ Weltklassesportler als echte Amateure also.

Nominiert wurden die Fahrer bereits Ende des vergangenen Jahres und damals haben die Neu-Ulmer Luca Seeberger und Marinus Maurer den Sprung ins deutsche Aufgebot knapp verpasst. Maßgeblich waren vor allem die Platzierungen in der Weltrangliste. Was Zörlein bedauert: „Seeberger und Maurer haben sich zu Saisonbeginn stark präsentiert. Es ist schade, dass sie nicht auch zur Weltmeisterschaft dürfen.“

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Maßgeblichen Anteil an den starken Leistungen der Neu-Ulmer Topfahrer hat der aus Augsburg stammende Trainer Walter Wölfle. Der Abteilungsleiter lobt ihn in höchsten Tönen: „Er kniet sich brutal in seine Aufgabe rein. Er fährt außerdem selbst noch aktiv und von ihm profitieren unsere Spitzenleute extrem. Er ist sicher der beste Trainer in Deutschland.“ Wölfle wird auch mit an die spanische Ostküste fahren und seinen vier Schützlingen dort mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Neu-Ulmer freuen sich zwar riesig auf die Weltmeisterschaft, es stehen aber in diesem Jahr auch andere wichtige Wettbewerbe auf dem Programm. Etwa die Weltcup-Rennen am 23. Juni im tschechischen Mezzibori und am 26. Juni in Degmarn nordöstlich von Neckarsulm sowie die Europameisterschaft im spanischen Villablino vom 15. bis 18. August und das Weltcup-Finale am 8. September in Tuttlingen am östlichen Rand des Schwarzwalds. Für den Gesamtweltcup werden auch die Slalomrennen bei der WM und der EM gewertet.

In allen internationalen Wettbewerben dürften die Neu-Ulmer vorne mit dabei sein. Auch Manuel Zörlein, der aus beruflichen Gründen zuletzt kürzertreten musste. „Er ist so motiviert wie seit Jahren nicht mehr“, versichert sein Vater Bernd. „Aber auch die anderen Fahrer und Fahrerinnen nehmen dieses Jahr das Training besonders ernst.“

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