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Tischtennis

26.03.2020

TTC Neu-Ulm möchte eigene Halle bauen

Der Tischtennis-Bundesligist TTC Neu-Ulm verabschiedet sich von Trainer Chen Zhibin (rechts), Viktor Brodd (Mitte) und Abdel-Kader Salifou.
Bild: Willi Baur

Der TTC Neu-Ulm verkündet einige Abgänge und einen Neuzugang für die kommende Saison. Außerdem plant er einen besonderen Bau.

Das Coronavirus hat bekanntlich auch die Tischtennis-Bundesliga stillgelegt. Die Play-offs sind bis mindestens Mitte April ausgesetzt, für die daran nicht beteiligten Klubs ist die Saison beendet. Die Planungen für die nächste laufen indes schon längst auf Hochtouren. Auch beim TTC Neu-Ulm, und hier nicht nur in sportlicher Hinsicht. Dass sich der erst im Vorjahr gegründete Verein in der Liga auf Anhieb viel Respekt verschafft hat, ist unstrittig. Platz acht und einige Überraschungserfolge über Hochkaräter haben dazu ebenso beigetragen wie das tadellose Auftreten des Teams in vermeintlich aussichtslosen Partien. Aber TTC-Präsident Florian Ebener will offenkundig mehr.

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Folglich zeichnet sich für die Mannschaft bereits ein größerer Umbruch ab. Vom Stammpersonal bleibt nach aktuellem Stand nur der Portugiese Tiago Apolonia, der mit seiner herausragenden Bilanz die Premieren-Saison maßgeblich geprägt hat. Sein Vertrag ist kürzlich um zwei Jahre verlängert worden. Verabschieden wird sich der TTC dagegen Teammanagerin Nadine Berti zufolge vom Brasilianer Gustavo Tsuboi und vom Schweden Viktor Brodd. Gleiches gilt für den Franzosen Abdel-Kader Salifou, dem zwar einige spektakuläre Überraschungscoups gelungen sind, der aber nun durch einen Landsmann ersetzt werden soll. Als ersten Neuzugang vermeldete Berti dieser Tage nämlich den französischen Nationalspieler Emmanuel Lebesson, momentan 42. der Weltrangliste, hier also in etwa die Kategorie von Tsuboi. Größter Erfolg des Linkshänders, der im April 32 Jahre alt wird, war 2016 der Einzeltitel bei den Europameisterschaften. Lebesson wechselt vom amtierenden französischen Meister AS Pontoise-Cergy an die Donau.

TTC Neu-Ulm möchte eigene Halle bauen

Trainer Chen Zhibin verlässt TTC Neu-Ulm

Nicht mehr antreffen wird man den bisherigen Trainer Chen Zhibin. Auch sein Vertrag wurde im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Teams nicht verlängert. Was seine Nachfolge angeht, hüllt sich der Klub noch in Schweigen, ebenso bezogen auf den Namen eines weiteren Akteurs, der den TTC künftig wohl in Richtung Play-off-Plätze führen soll, vielleicht sogar gemeinsam mit An Jaehyun, der sich in der Hinrunde schnell zum Publikumsliebling entwickelt hatte, aber auf Geheiß seines Verbandes noch vor Weihnachten in seine koreanische Heimat zurückkehren musste. „Wir sind mit ihm nach wie vor in Kontakt“, sagte Berti, ein Ergebnis der Gespräche stehe indes noch nicht fest. Die Verhandlungen mit ihm und seinem Verband nicht erleichtern dürften die Terminverschiebungen bei den Team-Weltmeisterschaften und nun auch bei der Olympiade. Denn der 20-Jährige zählt nach wie vor zum Perspektivkader Südkoreas.

Unabhängig von den sportlichen Baustellen könnte den TTC bald auch eine wirkliche Baustelle beschäftigen. Denn der Verein plant nach den Angaben der Teammanagerin schnellstmöglich den Bau eines eigenen Domizils. „Eine kleine und schmucke Arena“ soll es demnach werden, ausgelegt für rund 420 Besucher, Trainingszentrum und Schauplatz für die Heimspiele gleichermaßen. Vor allem aber, so Nadine Berti weiter, „die Basis für eine tolle Stimmung, von der Mannschaft und Publikum profitieren werden“. Die Kosten? „Sie werden sich im Rahmen halten“, meint Berti. Sie hoffe jetzt insbesondere auf ein zügiges Genehmigungsverfahren. Der Bauantrag für das Projekt beim Golfplatz an der Kammer-Krummen-Straße liege der Stadtverwaltung jedenfalls schon vor.

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