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SSV Ulm 1846 Fußball

28.05.2020

Ulmer Spatzen: Ende einer merkwürdigen Rückrunde

Die Ulmer Spatzen jubeln nach dem Siegtreffer gegen Steinbach durch Joker Gökalp Kilic. Die Partie Anfang März war die letzte der laufenden Saison.
Bild: Horst Hörger

Plus Nur zweimal hat der SSV Ulm 1846 Fußball im Jahr 2020 unter Wettkampfbedingungen gespielt. Jetzt endet eine geschichtlich einmalige Rückrunde - und die Personalplanungen beginnen.

Mit dem Ende der laufenden Saison in der Regionalliga Südwest endet auch eine Rückrunde für den SSV Ulm 1846 Fußball, die auf verschiedenen Ebenen bemerkenswert war. Dass sie mit einem Abbruch endete, ist geschichtlich einmalig. Dass die Ulmer in fünf Monaten kaum spielten, ist es ebenso. Vom lange pausierten Trainingsbetrieb ganz zu Schweigen.

Zu einem wesentlichen Teil endete die Spielzeit der Spatzen schon im Dezember 2019. Die Testpartien ausgenommen, standen sie im Jahr 2020 nur zweimal unter Wettkampfbedingungen auf dem Fußballfeld: Am 22. Februar in Pirmasens (0:0) und am 3. März daheim gegen Steinbach Haiger. Wenn man so will, war diese Partie also das Saisonfinale gegen einen attraktiven Gegner, garniert mit einem 2:1-Sieg. Dass es überhaupt nur zwei Saisonspiele in diesem Jahr gab, lag nicht nur an Corona. Ulm hatte im Frühjahr 2020 einen weiteren Feind: die Natur. Witterungsbedingt hatte es ein paar Spielverschiebungen gegeben, in einen richtigen Spielfluss konnten die Spatzen nicht kommen.

Also beendeten sie auf Platz sieben ihre Saison (bei einem Spiel weniger als Mainz II und Walldorf auf den Plätzen vor ihnen). Das ist zwar ein Rang schlechter als vor einem Jahr, passt aber zum Auf und Ab, das die Ulmer vor allem in der Hinrunde mitgemacht haben. In einem Fazit vor der Winterpause im Dezember sagte der SSV-Sportvorsitzende Anton Gugelfuß unserer Zeitung: "Nach sieben Spieltagen war schon klar, dass es nicht nach oben reicht. Wir mussten die Schwankungen rausbekommen, aber jetzt ist die Festigkeit vorhanden." Auf Platz fünf stand Ulm damals und in Anbetracht der wenigen Pflichtspiele im Jahr 2020 hat diese Aussage als Saisonbilanz immer noch Gültigkeit.

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Kaderplanung beim SSV Ulm 1846 Fußball hat begonnen

Der SSV Ulm 1846 kam im Saisonverlauf immer besser in Fahrt, das Team steckte zwei Auftaktniederlagen gegen Offenbach und Elversberg weg und auch eine Serie von vier Liga-Niederlagen im September. In den elf darauf folgenden Partien bis zum Saisonende verloren sie nur noch zweimal. Dass sie den enteilten und verdient aufgestiegenen Saarbrückern nicht mehr gefährlich werden konnten, war aber auch klar. So sollte sich der Fokus auf den WFV-Pokal richten, in dem die Spatzen aktuell noch im Viertelfinale gegen den FV Ravensburg stehen. Offiziell soll der Pokalwettbewerb zu Ende gespielt werden. Ob das realistisch ist, bleibt aber fraglich. In Ulm blickt man deshalb lieber auf die kommende Saison, die frühestens am 1. September starten soll.

Anfang Juli möchten die Ulmer mit der Vorbereitung darauf beginnen. Dann, so hoffen sie, wird auch wieder ein Mannschaftstraining mit Körperkontakt möglich sein. Unserer Redaktion sagte Ulms Sportlicher Leiter Stephan Baierl, dass es in Bayern Signale gebe, dass dort normale Trainings in naher Zukunft möglich werden könnten. Auch in Nordrhein-Westfalen plane man bereits mit Mannschaftstrainings in gewohntem Format. In den vergangenen Tagen konnten die Ulmer nur in Kleingruppen üben.

Somit beginnt auch wieder die Zeit der Kaderplanung und Mediengerüchte. Eine dieser Spekulationen betrifft das Ulmer Tor. Demnach sind die Spatzen am Uerdinger Torwart René Vollath interessiert. Das wollte Stephan Baierl nicht kommentieren, aber ins Bild passt, dass wohl die beiden Ersatztorhüter Jerome Weisheit und David Hundertmark den Klub verlassen werden. Außerdem steht anscheinend der Abschied von Nico Gutjahr bevor.

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