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WFV-Pokal

02.08.2020

Ulmer Spatzen brauchen 65 Minuten, dann bricht der Bann

Albano Gashi, Nicolas Jann und Steffen Kienle freuen sich über den Halbfinaleinzug ihres SSV Ulm 1846 Fußball.
Bild: Eibner/Drofitsch

Plus Der SSV Ulm 1846 Fußball steht im Halbfinale des WFV-Pokals. Mit der ersten Hälfte im Viertelfinale gegen den FV Ravensburg ist ihr Trainer aber unzufrieden.

Der SSV Ulm 1846 Fußball kann einen Haken hinter sein erstes Pflichtspiel seit Anfang März setzen. Sogar einen richtig dicken Haken. Denn nicht nur hat das Team von Trainer Holger Bachthaler das WFV-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den FV Ravensburg am Samstag zu Ende gebracht, mit 5:1 hat es auch souverän gewonnen und damit den Einzug ins Halbfinale am kommenden Samstag klargemacht. Wer der Gegner sein wird, entscheidet sich am Mittwochabend im Duell des Oberligisten VfB Stuttgart II gegen den Drittliga-Absteiger Sonnenhof Großaspach.

Ulm wahrte sich durch den Sieg die Chance, zum dritten Mal nacheinander den WFV-Pokal zu gewinnen und sich damit den Einzug in den DFB-Pokal zu sichern. Beim Spiel in Ravensburg unterstrich das Team diese Ambitionen und gewann letztlich verdient. Trotzdem ließ sich die Mannschaft in der Ravensburger Hitze Zeit bis in die zweite Hälfte, ehe sie mal mit dem Toreschießen anfing. Im ersten Durchgang tat sie sich noch schwer. „Natürlich war ich anfangs nicht zufrieden“, sagte Ulms Trainer Holger Bachthaler. „Aber es gibt so Tage, an denen man sich mühsam ins Spiel kämpfen muss.“ Ein Flugkopfball von Ulms Burak Coban war die aufsehenerregendste Szene der ersten Hälfte, FV-Torhüter Kevin Kraus parierte stark (21.). Ulms Schlussmann Niclas Heimann musste auf der anderen Seite nur einmal eingreifen, als ein Heber aus rund 30 Metern auf sein Tor zusteuerte. Heimann stand etwas weit vor seinem Kasten, lenkte den Ball schließlich aber noch über die Latte. Der 29-Jährige und Robin Heußer im Mittelfeld waren die einzigen beiden SSV-Neuzugänge, die es in die Ulmer Startaufstellung geschafft hatten. Auf der Bank saßen noch der Ersatztorhüter Marvin Seybold und Jonas Kehl, die beide jedoch nicht zum Einsatz kamen.

SSV Ulm 1846 Fußball besiegt den FV Ravensburg im WFV-Pokal

Das etablierte Ulmer Stammpersonal machte seinen Job schließlich auch gut. Das 1:0 der Spatzen fiel per Nachschuss nach einem Foulelfmeter von Johannes Reichert in der 65. Minute, doch unmittelbar danach glich Ravensburg schon wieder aus. Das Team hatte einen Ulmer Einwurf abgefangen und Jonas Wiest überwand Niclas Heimann mit einem Heber – wieder stand der Ulmer Schlussmann etwas zu weit vor dem Tor, Wiests Schuss war allerdings auch sehr platziert. Mehr als ein kleiner Makel war der Gegentreffer aber nicht für die Spatzen an diesem Samstag. Wieder Reichert (68.), Lennart Stoll (74.), Steffen Kienle (86.) und Nicolas Jann (90.) trafen in der Folge. Auffällig dabei: Drei dieser Tore im FV-Strafraum fielen nach Standardsituationen. Reicherts Treffer war ein langer Freistoß von Coban vorausgegangen, Stoll und Kienle trafen nach Eckbällen (die auch beide von Coban getreten wurden). „Unser Ziel war, das Halbfinale zu erreichen“, sagte Bachthaler über das Spiel gegen Ravensburg. „Über 90 Minuten gesehen war es auch verdient.“ Eben auch, weil Ravensburg dreimal im eigenen Strafraum patzte.

Ulmer Spatzen brauchen 65 Minuten, dann bricht der Bann

In den beiden anderen Viertelfinalbegegnungen schlug der Regionalligist TSG Balingen den Oberligisten Göppinger SV mit 4:2, im Spiel der beiden Landesligisten TSV Pfedelbach und FV Löchgau gewann der TSV mit 2:0.

SSV Ulm 1846 Fußball: Heimann – Schmidts, Reichert, Geyer, Stoll – Sapina, Heußer (61. Jann), Beck (84. Gashi), Coban – Higl (72. Kienle), Morina (61. Rühle).

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