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Fußball

11.08.2020

Ulmer Stadtderby steht an: Wie die SSG Ulm den SSV Ulm schlagen will

Der SSV Ulm 1846 Fußball (hier am Ball Marcel Schmidts) ist derzeit in starker Form. Zuletzt besiegte er Sonnenhof Großaspach im Halbfinale des WFV-Pokals. In der neuen Runde trifft er auf die SSG Ulm.
Bild: Hörger

Plus Die Favoritenrolle im Pokalspiel SSV Ulm gegen SSG Ulm ist klar verteilt, doch die „kleinen“ Ulmer haben Selbstvertrauen aus der Meisterschaft, mussten aber einen ersten Dämpfer hinnehmen.

Die SSG Ulm 99 hat es geschafft. Die Gögglinger konnten sich verdient den Titel in der Fußball-Bezirksliga sichern und steigen in die Landesliga auf. Am Ende war die Meisterschaft der SSG die logische Konsequenz einer konstanten Entwicklung in den zurückliegenden Jahren.

Auf den siebten Rang im Spieljahr 16/17 folgte der vierte Platz. Im zurückliegenden Spieljahr war die gereifte Truppe von Trainer Bernd Pfisterer dann die einzige Mannschaft, die dem späteren Meister Türkspor Neu-Ulm lange Zeit die Stirn bieten konnte. Damals wurde das Titelrennen erst an den letzten drei Spieltagen entschieden. „Mich freut es besonders, dass die Mannschaft eine kontinuierliche Entwicklung gezeigt hat“, freut sich Pfisterer. Er hatte ein besonderes Augenmerk auf eine stabile Defensivarbeit gelegt.

Meisterschaft der SSG Ulm fühlt sich „irgendwie komisch“ an

Aufgrund der besonderen Situation muss der Erfolgscoach allerdings eingestehen, dass sich die Meisterschaft „irgendwie komisch“ anfühlt. „Klar ist das seltsam und natürlich etwas anderes als normal“, erklärt er. So mussten auch die Meisterfeierlichkeiten mit gezogener Handbremse stattfinden. Nach der Wimpelübergabe durch den Bezirksvorsitzenden Manfred Merkle gab es lediglich ein Mannschaftsessen und das auch nur unter Wahrung der diktierten Hygienebestimmungen.

Diese Hygiene- und Kontaktbestimmungen haben dann auch den ersten Teil des Kalenderjahres bestimmt. „Man konnte nicht normal trainieren. Zwei Monate ging erst mal gar nichts und danach haben wir großen Wert darauf gelegt, unseren Spielern trotz allem den Spaß zu vermitteln“, schildert der Coach. Mit viel Spaß hofft er, auch das „Abenteuer Landesliga“ angehen zu können. Pfisterer sieht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft auf sich zukommen. „Sieben oder acht Teams werden um den Aufstieg spielen. Der Rest hat sich mit dem Klassenerhalt zu beschäftigen“, orakelt er. Zum hinteren Teil der Landesliga zählt er auch seine Truppe. „Wir werden uns irgendwie durchmogeln und konstant unsere Punkte sammeln müssen“, ist er sich sicher.

Einen ersten Dämpfer in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit hatte er allerdings schon zu verdauen: Stürmer Michael da Silva hat sich die Schulter ausgekugelt und wird zunächst einmal fehlen. „Unser Kader ist dünn. Wir können nicht auf große Einkaufstour gehen“, schließt Pfisterer ab.

Bild: Hörger

Das steht etwas im Gegensatz zum Stadtrivalen SSV Ulm 1846 Fußball, der zwar auch nicht auf große Einkaufstour gegangen ist, aber mit Anton Fink, Niclas Heimann oder Robin Heußer kamen erfahrene Spieler an die Donau. Die jüngsten Testspielergebnisse und Resultate der Spatzen im WFV-Pokal zeigen, dass das Team schon gut eingespielt ist. Zwar spielt der SSV noch in der alten Runde des WFV-Pokals und steht in diesem im Finale am 22. August, die neue Runde hat aber schon begonnen und in der treffen die Spatzen an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) im Donaustadion auf die SSG. 500 Zuschauer sind zum Derby zugelassen. Es ist die erste große Aufgabe der SSG nach der Corona-Pause. Allzu großen Druck hat die Mannschaft aber nicht: Der SSV Ulm 1846 Fußball ist klarer Favorit. (mit gioe)

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