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Basketball

20.05.2020

Vollkontakt gibt es bei Ratiopharm Ulm nur im Training

Sportchef Thomas Stoll (rechts) hielt Abstand zu Pressesprecher Martin Fünkele und seinem Geschäftsführer Andreas Oettel. Die Profis von Ratiopharm Ulm dürfen dagegen wohl bald wieder mit Vollkontakt trainieren.
Bild: Horst Hörger

Plus Die Chefs von Ratiopharm Ulm halten bei einer Pressekonferenz Abstand und versuchen trotz vieler Unklarheiten ein Ziel für das Turnier in München zu formulieren.

Wo sonst Partner und Sponsoren während der Spiele verköstigt werden und jede Menge Betrieb herrscht, da war es diesmal sehr übersichtlich: Thomas Stoll und Andreas Oettel, die beiden Geschäftsführer Ratiopharm Ulm hatten entsprechend der Pandemie-Regeln mit meterweitem Abstand zueinander in der Loge der Ratiopharm-Arena Platz genommen. Sie versuchten im Gespräch mit einer handvoll Journalisten ein bisschen Freude zu vermitteln in einer Zeit, in der es im Basketball wie auch in anderen Profisportarten wenig Anlass zur Freude gibt.

Die Basketballer haben anders als die Eishockeyspieler oder die Handballer zumindest nicht vor dem Corona-Virus kapituliert. Zehn von 17 Bundesligavereinen spielen die Saison zu Ende und küren in einem dreiwöchigen Turnier im Juni in München einen Meister. Die bayerische Staatsregierung hat diese Pläne wie berichtet am Dienstag abgesegnet.

Ratiopharm Ulm spielt zuerst gegen Bayern München

Es geht natürlich dabei auch um die Einhaltung bestehender Verträge beispielsweise mit dem Ligasponsor und um die Vermeidung von Rückzahlungsforderungen. Aber letztlich handelt es sich bei dem Geister-Turnier in München um eine Sportveranstaltung und deswegen wurden bei der Pressekonferenz natürlich auch sportliche Fragen gestellt. Was rechnet sich Ratiopharm Ulm denn aus bei einer Veranstaltung, bei der jede Mannschaft bei Null beginnt und die Bayern sich nichts mehr kaufen können von ihrer Tabellenführung bei Abbruch der regulären Saison vor zwei Monaten? „Wir wollen natürlich so viele Spiele wie möglich gewinnen“, sagte Stoll am Dienstag. Da kannte er noch nicht den am Folgetag veröffentlichten Spielplan, der den Ulmern Bayern München als Auftaktgegner bescherte. Der deutsche Meister wird vermutlich ebenso wie sein vermeintlich schärfster Rivale Alba Berlin den kompletten Kader zur Verfügung haben. Bei Ratiopharm Ulm ist das noch nicht so sicher. Sportchef Stoll wollte zwar am Dienstag die vom Verein bereits veröffentlichte Meldung, wonach Kilian Hayes wegen seiner NBA-Ambitionen in den USA bleibt, nicht bestätigen. Es wurde aber eben auch nicht gesagt, wer von den verbleibenden fünf Ausländern zurückkommt – angeblich wissen die Ulmer das selbst noch nicht. Einzelne Spieler wollten ihre Entscheidungen wohl erst nach dem Okay der Politik zum Turnier treffen.

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50 Corona-Tests waren bei Ratiopharm Ulm negativ

Wer zurück kommt, der wird innerhalb von drei Tagen zweimal auf Corona getestet. Alle Spieler, die derzeit im Lande sind sowie ein paar ihrer Angehörigen haben diese unangenehme Prozedur bereits über sich ergehen lassen und die bisherigen 50 Tests waren allesamt negativ. In Kleingruppen trainieren die Ulmer Profis schon seit ein paar Tagen, Stoll geht angesichts der Testergebnisse davon aus, dass Cheftrainer Jaka Lakovic seine Schützlinge demnächst auch unter Vollkontakt üben lassen darf.

Die Ulmer Vorrundenspiele:

Samstag, 6. Juni (20.30 Uhr): Ulm – Bayern München.

Montag, 8. Juni (16.30 Uhr) Ulm – Oldenburg.

Mittwoch, 10. Juni (20.30 Uhr: Ulm – Crailsheim.

Sonntag, 14. Juni (16.30 Uhr): Ulm – Göttingen.


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