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Fußball

19.11.2019

Vorsitzender des TSV Babenhausen: Im Büro von Uli Hoeneß

Vor 20 Jahren hat Babenhausen-Präsident Martin Gleich Uli Hoeneß in München besucht (Bild links), der kürzlich als FCB-Präsident verabschiedet wurde (Bild rechts oben). Rechts unten ist Gleich (links) mit dem TSV-Präsidium bestehend aus Susanne Hust (Schriftführerin) und Klaus Seidler (Kassier).

Plus Zwischen dem Ex-Präsidenten des FC Bayern München und dem Vorsitzenden des TSV Babenhausen gibt es ein paar Gemeinsamkeiten.

Nach rund vierzig Jahren an führender Position beim FC Bayern München verabschiedete sich Uli Hoeneß am vergangenen Freitag von seinen Führungsämtern beim deutschen Fußball-Rekordmeister. Die Liste an Menschen, die in Hoeneß’ langer Amtszeit eine prägende Begegnung mit dem Ulmer hatten, ist lang. Einer dieser Menschen ist Martin Gleich, Präsident des Bezirksligisten TSV Babenhausen. Bei dieser Begegnung hören die Gemeinsamkeiten der beiden Männer aber nicht auf. Im Gegenteil, beide Karrieren verbindet die ein oder andere Gemeinsamkeit – und eben das Treffen an der Säbener Straße.

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Auch Martin Gleich ist seit 1979 an der Spitze seines Vereins. Seit dem Jahr also, in dem Uli Hoeneß seine Karriere als Spieler aufgrund einer Knieverletzung beendete und ins Management der Bayern rückte. Als Spieler trat Gleich ebenfalls recht früh zurück und begab sich in die leitende Funktion beim TSV – wenn auch auf einem ganz anderen Niveau als es Hoeneß in München tat. Während dieser tagtäglich mit Fußballstars zu tun hatte, kam Martin Gleich mit ihnen immerhin ab und zu in Berührung, wenn beispielsweise der Karlsruher SC, der SC Freiburg, Fortuna Düsseldorf oder die Uwe-Seeler-Traditionself im Fuggermarkt gastierten und er sie im Stadion an der Weinrieder Straße begrüßte.

Als 1993 der FC Bayern-Fanklub in Babenhausen ins Leben gerufen wurde, gehörte Martin Gleich zu den Gründungsmitgliedern und war vielfach bei den Bayernspielen anzutreffen. Auf Initiative des Bayern-Fanklubs mit damals Reinhold Reinöhl an der Spitze gastierte der FC Bayern mit Trainer Ottmar Hitzfeld im Babenhauser Stadion. Eine entscheidende Größe war dabei Hans Schiefele, der langjährige Vizepräsident des FC Bayern München. Der gebürtige Babenhauser pflegte über Jahrzehnte die Kontakte zu seinem Geburtsort, zumal er hier in den Nachkriegsjahren als Aktiver bei zwei legendären Spielen zwischen dem TSV und dem FCB mitmischte.

Martin Gleich vom TSV Babenhausen war einst bei Uli Hoeneß zu Gast

Hans Schiefele war es auch, der einen Kontakt zwischen Uli Hoeneß und Martin Gleich arrangierte. So hatte er eine Babenhauser Delegation an die Säbener Straße eingeladen. Vor 20 Jahren war das. Nach dem Trainingsbesuch, Trainer war damals Giovanni Trapattoni („Ich habe fertig“), trafen sich die Präsidenten Gleich und Hoeneß in dessen Büro. Dabei fachsimpelten sie über Fußball und darüber, wie moderne Vereinspolitik funktioniert. Auf dem Gebiet hatte sich der Metzgerssohn Hoeneß einen Namen gemacht und zählt seitdem zu den prägenden Köpfen des europäischen Fußballgeschäfts. Noch heute zeigt sich Martin Gleich begeistert von diesem Treffen. Der Aufstieg der Bayern zu einem der weltweit besten Fußballklubs nötigt ihm den größten Respekt ab. „Aufs Engste mit Uli Hoeneß verknüpft“ sei der Erfolg der Münchner, sagt Gleich. Ohne ihn stünde der FCB „bei Weitem nicht da, wo er heute steht“. Und: „Auch der deutsche Fußball wäre um einiges ärmer.“

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Gleich bedauert, dass sich Hoeneß vom Präsidentenamt zurückzieht, geht aber davon aus, dass er sich weiterhin dem FCB verbunden fühlt und auch mit seinen Kommentaren zum aktuellen Fußballgeschehen nicht geizen wird. Das hat Hoeneß ja ohnehin selbst schon angekündigt: „Der eine oder andere Journalist muss sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt, wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe. Man wird dann öfter von mir hören, das habe ich den Herren schon angekündigt“, sagte er der Bild. Ganz auf Uli Hoeneß verzichten muss Gleich also nicht, dafür spielt der Ex-Bayern-Präsident eine zu große Rolle im deutschen Fußball.

Doch sein Licht muss Martin Gleich auch nicht unter den Scheffel stellen, vervierfachte sich doch die Mitgliederzahl des TSV Babenhausen unter seiner Präsidentschaft und ist damit einer der größten Vereine in der Region. Auch wenn die TSV-Kicker auf deutlich niedrigerer Ebene spielen als es Hoeneß’ Bayern tun, so konnte Babenhausen unter Gleichs Vorstandschaft zahlreiche Meistertitel feiern – nicht nur bei den Fußballern.

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