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Newsticker
Ukraine lenkte offenbar Angriff in Russland – Stromausfälle in Kiew
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  3. Ulmer Weihnachtscircus 2022: Trotz Krisen geht's wieder rund - das wird geboten

Ulm
17.11.2022

Trotz der Krisen geht's rund: Das ist im Ulmer Weihnachtscircus geboten

Der Weihnachtscircus kommt mit The Gerlings: In einer Stahlkugel sind die Kolumbianer das Maß aller Dinge. Bis zu sieben Artisten bringen gleichzeitig den Blutdruck des Publikums in Wallung.
Foto: Alexander Kaya

Eine turbulente Nummer in der Stahlkugel gehört zu den Höhepunkten in der Ulmer Friedrichsau. Ähnlich turbulent war auch die Pandemie für die Macher des Ulmer Weihnachtscircus.

Seit über einem Jahrzehnt gehört der Weihnachtscircus am Endes des Jahres in der Ulmer Friedrichsau dazu. Nur in den vergangenen zwei Jahren machte Corona dem Spektakel einen Strich durch die Rechnung. "Aber ans Aufgeben haben wir nie gedacht", sagt Veno Mendes. Die Pandemie war eine harte Zeit für den Zirkusdirektor und sein Team. Zumal auch das zweite Standbein der Familie, Familienpark Schwäbische Alb in Westerheim, unter Corona litt.

Was blieb: Imbissstände bei Möbel Inhofer in Senden und auf Parkplätzen von Baumärkten. Und das Gesicht des Weihnachtscircus, der langjährige Conferencier, Matthias Bergstaedt, verkaufte gebrannte Mandeln bei Galeria Kaufhof. Unterkriegen lässt sich Veno Mendes, der mit bürgerlichem Namen Dominikus Böhm heißt, so leicht nicht. Der Zirkus liegt ihm im Blut, seine Familie hat bereits 1612 begonnen, sich einen Namen in der Zirkuswelt zu machen. Die mendes'sche Zirkusluft durfte die Region nach der Pause heuer zum ersten Mal wieder auf der Spatzenwiese in Ulm schnuppern.


Die 14-jährige Daniela Levina ist mit ihrer Familie aus der Ukraine geflohen und lebt jetzt in Ulm. Die gehört zu den Preisträgerinnen des "European Youth Circus Festivals".
Foto: Oliver Helmstädter


Auch seine rechte Hand Bergstaedt ist wieder in seinem Element, wenn er Menschen, Tiere und Sensationen ankündigen kann, anstatt Knabbereien zu verkaufen. Ein "tolles, internationales Programm" biete der Weihnachtscircus von Donnerstag, 22. Dezember, der Premiere, bis zum Sonntag, 8. Januar, im kommenden Jahr. Sein persönliches "Highlight": die "weltbekannten" The Gerlings aus Kolumbien. Bis zu sieben Artisten rasen gleichzeitig auf ihren Motorrädern durch eine Stahlkugel.

Das "Todesrad" kommt mit dem Weihnachtscircus nach Ulm

Eine "Sensation" sei auch das Todesrad, das in Ulm gleich in einer doppelten Variante zu sehen sein wird. Die Stahlkonstruktion funktioniert ohne Motorräder, spielt aber ebenfalls mit den Fliehkräften. Zwei große „Hamsterräder“, auf denen jeweils ein Artist Kunststücke macht, rotieren um eine Achse. Gefährlich ist das in der Tat: "Artist stürzt bei Salto aus neun Metern Höhe vom 'Todesrad'", ist eine wenige Wochen alte Schlagzeile aus Aachen. Der Artist kam glücklicherweise mit Prellungen davon.

Einem großen (TV-)Publikum bekannt ist die Gruppe Afrobatic. Die fünf aus dem afrikanischen Land Ghana stammenden Männer zeigten im vergangenen Jahr in der RTL-Show "Das Supertalent" ihr Können. Mit ihrer artistischen Feuer-Tanz-Show überstand die Gruppe die erste Runde.

Eine Kostprobe ihres Könnens zeigten bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms zwei unfreiwillige Neu-Ulmerinnen: Anna Levina, 12 und ihre Schwester Daniela Levina, 14, flohen mit ihrer Familie aus der kriegsgebeutelten Ukraine. Zusammen hatten die beiden Geschwister im Zirkusstudio Youth of Kyiv mit ihrem Coach Vyacheslav Sudeikin hart trainiert. Bis die Bomben fielen. Über Umwege und der Mithilfe von Böhm und Bergstaedt kamen sie nach Ulm, wo sie in die Schule gehen - und weiter ihrer Leidenschaft frönen.

Beim European Youth Circus Festival in Wiesbaden war Anna erst die jüngste Teilnehmerin und gewann mit ihrer Handstandakrobatik Bronze. Ihre Schwester verbiegt sich spektakulär auf einer überdimensionierten, sich drehenden Sanduhr und wurde mit einem Sonderpreis ("Recirquel Ungarn") ausgezeichnet.

Wildtiere gibt es gemäß den Auflagen der Stadt Ulm nicht zu sehen. Tierisches dennoch mit Ponys, Pferden und Kamelen.

Hier gibt es die Tickets für den Weihnachtscircus Ulm

Die Energiekrise belastet den Ulmer Weihnachtscircus nach den Worten Bergstaedts in vielerlei Hinsicht. "Allein unser neuer Teppich für das Zelt hat das Doppelte wie früher gekostet." Auch die Heizkosten für das 1200 Menschen fassende Zelt steigen in die Höhe. Durch alte Stromlieferverträge der Ulmer Messe, dem Vermieter des Geländes, allerdings nicht exorbitant. Im Vergleich zur bislang letzten Vorstellung im Jahr 2019 habe es eine "moderate" Erhöhung um fünf Euro pro Ticket gegeben. Somit kostet der günstigste Eintritt jetzt 17 Euro. Gespart werde auch mit dem Aus für den Online-Verkauf. Pro Ticket habe diese mit Gebühren und Versand fünf Euro ausgemacht. Eintrittskarten gibt's jetzt nur noch vor Ort: bis 30. November vor der Ulmer Messe im Ticketwagen. Ab Donnerstag, 1. Dezember, steht der Kartenverkaufswagen auf dem Festplatz. Immer von 10 bis 19 Uhr.

Vorstellungen sind täglich um 15.30 und 19.30 Uhr. Premiere nur 19.30 Uhr. Keine Vorstellung an Neujahr. Die "Abschiedsvorstellungen" am letzten Tag, 8. Januar, sind um 11 und 15 Uhr.

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