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Ulm/Neu-Ulm
23.09.2022

Wieland setzt Krisenteam ein – Unternehmer in der Region schlagen Alarm

Nicht nur Kupferspezialist Wieland hat mit steigenden Energiekosten zu kämpfen. Der Club der Industrie aus Ulm/Neu-Ulm spricht von existenzbedrohenden Zuständen.
Foto: Wieland (Symbolbild)

Die Stimmung wird wegen der Energiekrise frostiger: Wieland etwa hat ein Krisenteam eingesetzt. Der Club der Industrie warnt vor der Wucht der Teuerung.

Die vielfältigen Krisen belasten die Unternehmer der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm. Wie etwa der Kupferspezialist Wieland auf Anfrage der Redaktion mitteilt, überwache ein internes Expertenteam konstant die aktuellen Entwicklungen. Die Experten seien in Kontakt mit Energieversorgern sowie Behörden und erarbeiteten Strategien zur Minimierung möglicher Auswirkungen von Versorgungsengpässen. Dazu gehöre auch die Beschaffung von Öltanks, um bei Bedarf mit Öl heizen zu können.

Die Stimmung unter den Mitgliedern des Clubs der Industrie (CI) ist entsprechend angespannt. Dazu trage die mangelnde Planungssicherung bei der Kalkulation der Energiekosten für 2023 bei. So fasst CI-Vorstandsvorsitzender Gerd Stiefel die aktuelle Situation auf der Mitgliederversammlung in einer Mitteilung zusammen.

Diese vier Krisen nennt der Club der Industrie aus Ulm/Neu-Ulm

Das Jahr 2022 lasse sich von der wirtschaftlichen Entwicklung her in zwei Hälften teilen. Zunächst herrschte große Erleichterung darüber, dass sich nach zwei Jahren Corona wieder etwas Normalität und Alltag in das Geschäftsleben einstellte.

Doch spätestens seit der zweiten Jahreshälfte 2022 stellt sich bei den CI-Mitgliedern eine Ernüchterung ein. Bereits geschwächt durch die Corona-Pandemie sehen sich die Unternehmer nun mit vier Herausforderungen und Krisen gleichzeitig konfrontiert. Hierzu zählt Stiefel die anhaltende Corona-Pandemie, die Energiepreiskrise, den Ukraine-Krieg sowie die steigende Inflation. Auch wenn nicht allen dieser Ereignisse die gleiche Bedrohung innewohnt, sei die Ballung der negativen Einflüsse wirtschaftlich nur schwer verkraftbar, sagt Stiefel. Ihm ist aber auch eine differenzierte Betrachtung wichtig. So bewertet er den Ukraine-Krieg sowie die Energiesituation als Krisen, Corona und die Inflation als Herausforderungen.

Die Wucht der Preissteigerung

Neu und mit aller Wucht wurden die Unternehmer von der Energiepreiskrise erfasst. "Eine Vervier- bis Verachtfachung der Preise, das ist kaum zu verkraften", bringt es Stiefel auf den Punkt. Eine aktuelle Umfrage der IHK Schwaben mit 131 Teilnehmern ergibt, dass 25 Prozent der befragten Unternehmen von Produktionseinschränkungen oder -ausfällen ausgehen und dabei auch ihr Geschäftsmodell existenzbedroht sehen, sofern sie angesichts der Kostenexplosion nicht auf alternative Lieferanten bei der Energieversorgung zurückgreifen können. Auch die Ulmer Großbäckerei Staib steht etwa wie berichtet vor Existenznöten.

Angesichts dieser angespannten Lage fordern die CI-Mitglieder eine klare Entscheidung seitens der Politik, wie das Modell für staatliche Förderungen im Bereich der Energiekosten aussieht. "Wir brauchen diesen Input spätestens bis Mitte Oktober, damit wir auf dieser Basis unsere Wirtschaftspläne für das Jahr 2023 erstellen können", sagt Stiefel stellvertretend für die Mitglieder. Aktuell gebe es keine Planungssicherheit. Die öffentlichen Versorger hätten viele Verträge mit der Wirtschaft gekündigt. Das bedeutet nach dem Status quo, Unternehmen rutschen ab 2023 in die Grundversorgung auf einen zu den bisherigen Verhältnissen hohen Preis.

Für 2023 rechnen die CI-Unternehmer nach zweieinhalb Jahren Krisenmodus mit deutlichen Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Gerade im Bereich der energieintensiven Industrien ist bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit Insolvenzen und Übernahmen zu rechnen.

Staffelübergabe in der Geschäftsführung des Clubs der Industrie

Auch eine Personalie beschäftigt die CI-Hauptversammlung in diesem Jahr. Nach 32 Jahren kontinuierlichem Einsatz für den Wirtschaftsraum Ulm/Neu-Ulm wird der CI-Geschäftsführer Michael Mühlbacher in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger von Mühlbacher wird Christian Harder, Partner in der Anwaltskanzlei Mühlbacher und Partner.

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