Es war ein Geburtstagsständchen, das seinesgleichen suchte. Nikolaus Kopernikus, Namensgeber des Weißenhorner Gymnasiums, feierte dieses Jahr seinen 550. Geburtstag. An der Schule fand aus diesem Anlass ein ganzes Konzertwochenende statt - für das das NKG-Sinfonieorchester nun sogar in einem deutschlandweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde.
Ein astronomisches Programm zu Ehren Nikolaus Kopernikus
Das musikalische Programm war dabei abgestimmt auf den berühmten Astronomen, der mit seiner Entdeckung, dass die Erde und die anderen Planeten sich um die Sonne drehen, die nach ihm benannte "kopernikanische Wende" einleitete. Gespielt wurden daher im ersten Teil des Konzertes die szenische Kantate "Sonne, Mond und Sterne" von Peter Schindler, eindrucksvoll präsentiert von einem Chor und dem Orchester der Schule. Der große Chor war dabei zusammengestellt aus Sängerinnen und Sängern des Liederkranzes Weißenhorn, des evangelischen Kirchenchors, eines Chors der 3. und 4. Klassen der Grundschule Süd, des Hope Chors Ulm sowie einem Projektchor, bestehend aus Eltern und Lehrkräften.
Astronomisch ging es auch im zweiten Teil des Konzertes weiter, bei dem "Die Planeten" von Gustav Holst auf dem Programm standen. Die Zuhörer wurden nicht nur von der musikalischen Darbietung der Musikerinnen und Musiker begeistert, sondern auch von Videoaufnahmen der jeweiligen Planeten, die vom Planetarium Laupheim zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt waren rund 200 Mitwirkende an "Musik des Universums" beteiligt, dazu einige professionelle Musiker, wie Sänger Girard Rhoden, die Pianisten Ute und Akira Sagawa oder Geigerin Kirsten Jacobs-Brannath. Musiklehrer Tobias Keck leitete das Konzert und übernahm die Organisation mithilfe eines Projektteams aus Schülerinnen und Schülern, die monatelang für das Konzertwochenende geplant und organisiert haben. Von der Gestaltung der Flyer, über die Koordination der vielen Beteiligten auf der Bühne, das Beschaffen der notwendigen Technik bis zu so vielem mehr, das für ein erfolgreiches Konzert notwendig ist, hatten die Schülerinnen und Schüler einiges zu tun.
Das ist der Deutsche Jugendorchesterpreis
Gefeiert wurde mit dem Konzert aber nicht nur Kopernikus Geburtstag, sondern auch die inzwischen zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm. Seit 2013 besteht die Patenschaft, die über die Initiative "tutti pro - Orchesterpatenschaft" der Deutsche Orchestervereinigung, dem Verband deutscher Musikschulen und Jeunesses Musicales. Letztere Organisation hat auch den Deutschen Jugendorchesterpreis ausgerufen - ein bundesweiter Wettbewerb, an dem Ensembles von Musikschulen, Vereinen und Schulen teilnehmen. Große Konkurrenz also, gegen die sich die Weißenhorner durchsetzen mussten. Die Musikerinnen und Musiker des NKG waren eines von nur acht Ensembles, die sich für die Endrunde qualifiziert hatten. Eine Fachjury mischte sich schließlich unter die rund 800 Besucherinnen und Besucher des Konzertes "Musik des Universums".
In dem Wettbewerb werden zu gleichen Teilen die Umsetzung eines selbst gewählten Mottos, die musikalische Qualität und auch die aktive Mitgestaltung der Orchestermitglieder bewertet, heißt es auf der Website des Deutschen Jugendorchesterpreises. Inzwischen steht fest, wie die Expertinnen und Experten von Jeunesses Musicales in Weißenhorn geurteilt haben: Das Sinfonieorchester des Weißenhorner Gymnasiums sicherte sich mit Rang 3 einen Platz auf dem Treppchen, dotiert mit immerhin 1000 Euro. Der Deutsche Jugendorchesterpreis wird alle zwei Jahre vergeben, heuer schon zum dreizehnten Mal. Er steht unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Lisa Paus. Es ist dabei nicht die erste erfolgreiche Teilnahme des NKG an dem Wettbewerb: Auch 2017 erreichte das Schulorchester den dritten Platz. (mit AZ)