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A9 bei Manching

21.10.2019

22-Jähriger stirbt bei Unfall auf der A9

Bei einem Unfall auf der A9 zwischen Manching und Ingolstadt-Süd ist ein 22-Jähriger gestorben.
Bild: Heinz Reiß

Am Sonntagabend hat sich auf der A9 zwischen Manching und Ingolstadt-Süd ein tödlicher Unfall ereignet. Ein 22-Jähriger ist an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Bei einem Auffahrunfall am Sonntag gegen 23 Uhr ist ein 22-Jähriger aus Gaimersheim noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen gestorben. Ein 22-jähriger aus Geisenfeld war laut Polizei mit einem BMW M4 mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der A9 Richtung Nürnberg auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Kurz nach der Anschlussstelle Manching soll er zunächst einen vorausfahrenden Audi zu einem Spurwechsel gedrängt haben. Im weiteren Verlauf fuhr er ungebremst auf einen vorausfahrenden Audi A4 auf, der auf der linken Spur mit etwa 120 Stundenkilometern unterwegs war und gerade ein Wohnanhängergespann überholte.

Bild: Henz Reiß

Der 22-Jährige wurde unmittelbar beim Unfall auf der A9 getötet

Durch den Aufprall des BMW wurde der Audi über die Fahrbahn nach rechts geschleudert, anschließend fuhr der Audi 150 Meter die Böschung entlang, bevor er zurück auf der Fahrbahn zwischen dem rechten und mittleren Fahrstreifen quer zum Stehen kam. Nach ersten Ermittlungen wurde der 22-jährige Audi-Fahrer unmittelbar bei dem Unfall getötet. Der BMW prallte in die Mittelleitplanke, überschlug sich und kollidierte mit einem Wohnanhänger, der auf der mittleren Spur unterwegs war. Er schleuderte weiter auf dem Dach, kam nach 300 Metern nach rechts von der Straße ab und im Grünstreifen wieder auf den Rädern zum Stehen. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt und kam ins Krankenhaus.

Der schwer beschädigte Wohnanhänger konnte samt Zugfahrzeug vom 49-jährigen Fahrer aus Waigolshausen zum Pannenstreifen gelenkt werden, der Mann blieb unverletzt. Der Gesamtschaden an den beteiligten Fahrzeugen wird auf 70.000 Euro geschätzt.

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Die A9 war wegen des Unfalls bis 5 Uhr komplett gesperrt

Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen, der nun sowohl das Unfallgeschehen als auch den Zustand der beteiligten Fahrzeuge zum Unfallzeitpunkt rekonstruieren soll. Der Führschein des 22-jährigen BMW-Fahrers wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, für die Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge wurde die A9 komplett bis 5 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde in dieser Zeit an der Anschlussstelle Manching ausgeleitet, wodurch es zu einem mehrere Kilometer langen Rückstau kam.

Am Stauende ereignete sich bei Manching ein Unfall mit zwei Lastwagen

Als sich der Stau gerade auflöste, ereignete sich zwei Kilometer hinter der ersten Unfallstelle ein weiterer Unfall auf dem rechten Fahrstreifen, an dem zwei Lastwagen beteiligt waren. Bei zähfließendem Verkehr fuhr ein 35-Jähriger aus Polen mit einem Sattelzug auf einen vorausfahrenden Lastwagen auf. Dessen 52-jähriger Fahrer aus Landshut erlitt durch den Anstoß mittelschwere Verletzungen, der 35-jährige kam mit leichteren Verletzungen davon.

Bild: Heinz Reiß

Durch den Unfall wurde der vorausfahrende Lastwagen nach rechts in den Grünstreifen geschoben, beim auffahrenden Sattelzug löste sich dessen Auflieger, der schließlich auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen kam. Zur Bergung der Fahrzeuge war die A9 für weitere eineinhalb Stunden komplett gesperrt, erst ab 7 Uhr konnte ein Fahrstreifen freigegeben werden, ab 8.30 Uhr dann ein weiterer. Im morgendlichen Berufsverkehr reichte der Stau trotz einer Ausleitung an der Anschlussstelle Langenbruck zeitweise bis zum Dreieck Holledau zurück. Der Sachschaden an den beiden beteiligten Lastwagen wird auf 230.000 Euro geschätzt. (nr)

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21.10.2019

Wieder einmal hat es den Unschuldigen erwischt. Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft.

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21.10.2019

Ironie an! Selber Schuld wenn man mit 120 kmh hochkonzentrierten Fahrern den Weg blockiert. Ironie aus!

Den Angehörigen ebenfalls mein Beileid und viel Kraft!

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