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Ehekirchen-Schönesberg

19.11.2017

530 Mal hat es im Landkreis gebrannt

Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier (rechts) und Kreisbrandinspektor Peter Meier (von links) verabschiedeten bei der Herbstdienstversammlung der Feuerwehren die langjährigen Kommandanten Christian Braun, Max Heigemeyr und Roland Schmid.
Bild: Xaver Habermeier

Bei der Herbstdienstversammlung zieht die Führungsetage der Feuerwehren im Landkreis eine vorzeitige Jahresbilanz. Drei Einsätze sind auch Landrat Roland Weigert besonders im Gedächtnis geblieben.

Das ganze Jahr über und rund um die Uhr heißt es für die Ehrenamtlichen der 83 Feuerwehren im Landkreis Neuburg- Schrobenhausen bei Alarmierungen: weg vom Privatleben, raus aus der Arbeit und rein in den Schutzanzug. Stiefel an, Helm auf und mit Blaulicht raus zu den oft schrecklichen Unfallszenarien, Bränden oder Hilfeleistungen. Bei der Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten und deren Stellvertretern zog der Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier seine Jahresbilanz bei den mehr als 2000 geleisteten Einsätzen in diesem Jahr.

Eingangs erklärte der Kreisfeuerwehrchef im Dafernersaal in Schönesberg die Einsätze bis zum Stichtag 17. November: 973 technische Hilfeleistungen, 530 Brände, 179 Sicherheitswachen und 110 sonstige Einsätze. „Dazu kommen noch 323 offene Einsatzberichte“, betonte Kreitmeier mit einem Appell an die Kommandanten des Landkreises, diese baldmöglichst zu schicken. Zu der Anzahl bekräftigte der Redner: „Das ist eine enorme Leistung und bei jedem Einsatz eine erneute Herausforderung, denn bei keiner Alarmierung weiß man, was auf einen zukommt“.

Nicht nur Feuerwehrler, auch die Landkreis-Politiker kamen zu Wort. Allen voran Landrat Roland Weigert, der in seinem Grußwort seine Wertschätzung des Ehrenamts zum Ausdruck brachte. „Nachhaltig bleibt bei mir der Einsatz in Schrobenhausen in Erinnerung, bei dem ein Tanklastwagen brannte und die Rettungskräfte eine Katastrophe verhinderten. Weiter war es der Brand in Buch in einem landwirtschaftlichen Anwesen oder der Brand vor wenigen Tagen in einem Hochhaus in Neuburg“, berichtete der Landrat. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Kommune in den Katastrophenschutz und in das Rettungswesen investiert. Das hörten Feuerwehren und Bürgermeister gerne.

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Der gastgebende Bürgermeister der Gemeinde Ehekirchen, Günter Gamisch, erzählte von drei Feuerwehrhäusern, die derzeit ertüchtigt werden. Anschließend verdeutlichte Stefan Kreitmeier Neuerungen im Feuerwehrwesen. bei der Atemschutzausbildung. Beispielsweise sind die Feuerwehrler nicht mehr verpflichtet, die Weste „Atemschutzüberwachung“ zu tragen. Die Verantwortlichkeit für die Atemschutzträger habe der Einheitsführer, erklärte der Kreisbrandrat. Zu den Sonderförderungen berichtete er von einer Verlängerung zur Ersatzbeschaffung von Technischen Hilfeleistungssätzen bis zum 31. Dezember 2019.

Erfreulich ist für Wehren mit Nachwuchsgruppen, dass die Beschaffung von Jugendschutzanzügen mit einer Pauschale von 50 Euro möglich sei. Neu ist, dass bei kleineren Einsätzen, etwa Wasser im Gebäude oder Bergung von Tieren, keine Führungsdienstgrade mit dabei sein werden. Zur Einführung der digitalen Alarmierung sagte Kreitmeier: „Zur Umsetzung wurde festgestellt, dass bayernweit über 100 Basisstationen fehlen, Kosten der Aufrüstung sind zirka 50 Millionen Euro“. Noch dazu gibt es aktuell keinen Hersteller von Funkmeldeempfänger, der die Bayernzulassung hat. Andere Bundesländer führen die digitale Alarmierung bereits ein, in Bayern ist nicht vor 2021 damit zu rechnen. Neu beschafft wurde durch den Landkreis eine Sandsackfüllanlage. Die ist bei der Feuerwehr Bergheim stationiert und für den gesamten Landkreis einsatzbereit. Neu ist ebenfalls eine Schutzkleidung für Führungskräfte der Inspektion. „Die haben wir bereits und die kommt auch gut an, weil man uns so besser erkennt“, erklärt Kreitmeier.

Und ebenfalls neu ist in der Führungsriege der Kreisbrandmeister Alexander Bauer. In seinem Fach Kommunikation hatte der Neuling direkt Neuigkeiten dabei. Es handelt es sich um Drohnen für die Feuerwehren, die Luftaufnahmen bei Einsätzen sogar mit einer Wärmebildkamerafunktion liefern. Was den Kreisbrandrat abschließend zufrieden stimmte, war der letzte Tagesordnungspunkt Anfragen und Verschiedenes ohne Meldung. „Wenn es überhaupt keine Wünsche gibt, dann sind alle zufrieden.“ Was alle gefreut hat, war eine großzügige Spende der Volksbank- und Raiffeisenbanken im Landkreis in Höhe von 6500 Euro. Damit wird für die Wehren ein Baumbiegesimulator besorgt. Das Gerät kommt bei der Ausbildung der Motorsägeführer zum Einsatz und soll helfen, die Sicherheit bei Arbeiten an Bäumen, die unter Spannung stehen, zu erhöhen. Die Anschaffung ist in Kooperation mit den Landkreisen Aichach-Friedberg und Landsberg (Lech) geplant.

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