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17.07.2020

Arcofelsen wird nicht gesprengt

Stahldübel sollen die „Nase“ sichern

Der Arco-Felsen bleibt erhalten. Das markante Steinmassiv am Fuße des Neuburger Arco-Schlösschens bereitet der Stadt derzeit Sorgen. Bereits vor gut einem Jahr hatte vereinzelter Steinschlag im Bereich der Grotte für Aufmerksamkeit gesorgt, woraufhin ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde. In einem ersten Schritt hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, kurz GeWo, als Eigentümerin des Areals dann ein Netz über den Felsüberhang spannen lassen. Doch weitere Maßnahmen sind erforderlich und der Fuß- und Radweg muss in dem Bereich vorerst gesperrt bleiben.

Bewegungsmessungen haben ergeben, dass die Gefahr besteht, dass die Felsnase komplett abbricht. Was also tun? Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Oberbürgermeister Bernhard Gmehling erläutert: sichern oder sprengen. Das Sprengen sei allerdings mit großen Risiken verbunden und die Kosten lägen nicht recht viel niedriger als die für eine Sicherung. Deswegen hat sich der Aufsichtsrat der GeWo in seiner jüngsten Sitzung für Stahldübel ausgesprochen.

Ein Sprengen sei auch aus naturschutzrechtlicher Sicht fragwürdig, erklärt der OB. Der Arcofelsen sei nämlich ein Naturdenkmal. Und auch der ehemalige Stadtheimatpfleger Roland Thiele hatte sich entsetzt gezeigt. An dem Felsvorsprung befinde sich, abgesehen von der stimmungsvollen Grotte, ein Wappen mit zwei aufspringenden Fischen. Über dem Wappen steht eine Jahreszahl, die wohl mit 1453 aufzulösen ist. Es handelt sich um das Grenzzeichen zwischen dem oberen und dem unteren Neuburger Donaufischrecht. Die beiden früheren Lehen-Fischrechte, um die es hier geht, sind uralt und gehen auf die Neuburger Klostergründung um 1000 nach Christus zurück. Es handle sich hierbei also um ein wichtiges Geschichtsdenkmal.

Gmehling will nun prüfen, ob sich das Wasserwirtschaftsamt aus Gründen der Ufersicherung an den Kosten von rund 35.000 Euro beteiligen sollte. Dann wird die Sicherung in Auftrag gegeben. (glori)

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