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Neuburg/München

11.04.2017

Asylbewerber sollen bald in den Landkreis zurück

Bei einem Brand in der Neuburger Gemeinschaftsunterkunft wurde in der Nacht auf Samstag ein Haus stark beschädigt. Derzeit wird die bauliche Situation dort begutachtet. Von dieser Einschätzung hängt ab, ob das Gebäude renoviert oder abgebrochen wird.
Bild: Feuerwehr Neuburg

Derzeit wohnen 45 Ausquartierte in Altmannstein. Einige Geschädigte des Feuers sind bei Freunden untergekommen.

Nach dem Brand in der Neuburger Asylbewerberunterkunft in der Nacht auf Samstag, der ein Gebäude unbewohnbar gemacht hat, wurden die dort untergebrachten Menschen auf Ausweichquartiere verlegt. Ein Großteil der Bewohner, 45 Personen, ist in eine noch nicht in Betrieb genommene Einrichtung nach Altmannstein verlegt worden, eine kleinere Schar bei befreundeten Asylsuchenden in Neuburg untergeschlüpft. Die Regierung von Oberbayern sucht nun zeitnah nach Lösungen. „Wir streben nicht an, die Menschen im Landkreis Eichstätt zu belassen, sondern sie soweit möglich wieder im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen unterzubringen“, sagte Pressesprecher Martin Nell gestern auf Anfrage.

Erleichtert zeigte man sich bei den Behörden in München und vor Ort darüber, dass ein fremdenfeindlicher Hintergrund für den Brand ausgeschlossen werden kann. Ein 28-jähriger Asylbewerber aus Tansania hatte eine elektrische Herdplatte in einem Zimmer angestellt und nicht ausreichend Acht gegeben. Offenbar soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Auch wenn der Sachschaden erheblich sei, so Martin Nell, sei man vor allem erleichtert, dass niemand schwerer verletzt worden sei.

Ein dickes Lob gab es aus München an die Adresse der Einsatzkräfte und der Kreisverwaltung. Die Regierung von Oberbayern dankte gestern „nachdrücklich“ der Feuerwehr, dem BRK, der Polizei und dem Landratsamt für die professionelle Arbeit am Brandort. Man sehe den Einsatz als Musterbeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit der Behörden, sagte Pressesprecher Martin Nell.

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Mittlerweile hat sich die Regierung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt der weiteren Unterbringung der Bewohner angenommen. Dabei werden auch Bekleidung, Verpflegung und medizinische Versorgung organisiert. Derzeit wird, so die Auskunft aus München, unter Einbindung des Staatlichen Bauamts die bauliche Situation des beschädigten Gebäudes geprüft. Ob es wirtschaftlich ist, das Gebäude zu renovieren, hängt von den konkreten Ergebnissen ab.

Gegen den jungen Mann aus Tansania, der das Feuer verursachte, ermittelt die Kripo Ingolstadt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Wie sich das Ermittlungsverfahren auf den laufenden Asylantrag des Mannes auswirkt, darauf gab es gestern von dieser Stelle keine Auskunft. Für die Durchführung des Verfahrens ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. (nel)

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