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Geisenfeld

11.08.2019

Asylbewerberunterkunft in Geisenfeld brennt

Einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften löste in der Nacht auf Sonntag ein Brand in der Asylbewerberunterkunft in Geisenfeld aus.
Bild: Symbolbild Alexander Kaya

Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften in Geisenfeld. Die Kripo Ingolstadt geht von Brandstiftung aus, Hinweise auf eine politische Tat liegen nicht vor.  

Durch ein Feuer in der Asylbewerberunterkunft „Patriotstellung“ im Geisenfelder Feilenmoos wurden in der Nacht auf Sonntag mehrere Personen verletzt. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Arbeiten zur Ermittlungen der Brandursache übernommen, in deren Verlauf sich Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung verdichteten. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat liegen laut Polizeibericht derzeit nicht vor.

Am Samstag gegen 23.30 Uhr hatten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes während ihres Rundgangs Rauch aus einem unbewohnten Zimmer im Erdgeschoss wahrgenommen und nach ersten Löschversuchen die Feuerwehr alarmiert, die ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindern und die Flammen nach kurzer Zeit löschen konnte.

Alle anwesenden der derzeit 98 amtlich gemeldeten Bewohner wurden aus dem Gebäude evakuiert und durch ein Großaufgebot an Rettungskräften betreut. Nach ersten Erkenntnissen erlitten zwei Personen Rauchgasvergiftungen, zwei weitere Bewohner verletzten sich bei der Flucht aus der Unterkunft. Alle Verletzten wurden vor Ort versorgt, zwei der Personen wurden im Anschluss in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

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Etwa zwei Stunden nach der Brandentdeckung konnten laut Polizei die unversehrten Gebäudeteile wieder für die Bewohner freigegeben werden. Zusätzlich hatten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) vorsorglich zwei große Zelte als alternative Übernachtungsmöglichkeit aufgebaut. Der Sachschaden am Gebäude beträgt nach ersten Einschätzungen rund 20.000 Euro.

An dem Einsatz waren mehr als 120 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehren, des THW und der Polizei beteiligt. Sie wurden von Vertretern der Stadt Geisenfeld und des Landratsamtes Pfaffenhofen unterstützt. (nr)

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