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07.02.2015

„Change“

Clemens Benecke alias C. B. Green auf dem Coverfoto seines neuen Albums „Change“. 
Bild: Foto: Oliver Breu

 C. B. Green erzählt im Gespräch über sein neues, bisher persönlichstes Album

Der Neuburger Singer- Songwriter Clemens Benecke alias C. B. Green hat ein neues Album fertig, das im April auf den Markt kommt. NR-Mitarbeiter Raphael Beck sprach mit ihm über „Change“.

NR: Herr Benecke, Ihr neues, viertes Album trägt den Namen „Change“, also „Veränderung“. Was hat sich bei Ihnen seit dem letzten Album 2009 verändert?

Benecke: Ich würde sagen, dass ich etliche Dinge etwas lockerer angehe und etwas lockerer sehe als früher. Das ist jetzt inzwischen der neunte Plattenvertrag, den ich angeboten bekommen habe, das ist ja schon ein tolles Privileg. Nur, ich habe auch schon relativ viele komische Dinge im Musikbusiness erlebt, und man fragt sich: Will ich das eigentlich noch mal so, wie es bisher war? Dann habe ich mir aber gesagt: Ja klar! Die Musik ist dein Weg! Viele Dinge im Business sind nicht so schön, die muss man in Kauf nehmen. Aber ich freue mich, dass es weitergeht. Und ich glaube, ich habe eine sehr gute Plattenfirma gefunden.

NR: Das heißt, „Change“ steht für den Wechsel der Plattenfirma. Ist es auch eine persönliche Veränderung, die Sie durchgemacht haben?

Benecke: Change ist auch sehr persönlich, weil ich mir sage: Ich muss das nicht unbedingt machen, aber ich möchte. Vor, sagen wir, zehn Jahren, hätte ich mir ein Bein ausgerissen, um diesen Vertrag möglich zu machen. Heute lasse ich viel mehr Dinge auf mich zukommen. Das heißt nicht, dass ich sie weniger schätze oder sie mir weniger wichtig sind. Ich sehe sie einfach ein bisschen entspannter. Das tut mir selbst auch ganz gut. Wenn ich zurückdenke, habe ich erst vor sechs, sieben Jahren gelernt, meine Auftritte intensiv zu genießen, beim Spielen zu denken: Das macht mir Spaß, es ist schön, in diesem Moment hier zu sein. Früher kam das erst beim Applaus hinterher oder bei positiven Kritiken. Das ist auch ein „Change“.

NR: Was können die Hörer musikalisch von Ihrem Album erwarten? Bleibt es bei der Rock-/Pop-Ausrichtung?

Benecke: Es ist immer noch Popmusik. Ich nenne meinen Stil „Acoustic Pop“. Ich bin ja eigentlich Singer-Songwriter. Wie man das Ganze dann verpackt und produziert, ist eine Frage des Künstlers oder auch des Produzenten. Eine wichtige Geschichte dazu: Ich habe kurz vor diesem Album ein Rock-Album aufgenommen, das mir auch sehr gut gefallen hat, war mir dann aber nicht sicher, wie ich es herausgeben sollte, es war keine Plattenfirma oder Promotion dahinter. Mit dem Produzenten Nosie Katzmann habe ich dann zwei kleine Touren gemacht, dem haben die Songs gut gefallen, also hab ich ihm ganz provokant gesagt: Dann produzier einfach mal! Und drei Wochen später saßen wir zusammen im Studio. So hat sich dieser Weg ergeben, und wir haben das Album gemeinsam aufgenommen. Es ist relativ akustisch geworden, alles wurde live eingespielt. Die Besetzung ist sehr reduziert: Gitarren, Bass Schlagzeug, Percussion. Das Ganze ist also sehr reduziert.

NR: Das Album hebt sich also ab vom überproduzierten Retortenpop, den man heute oft hört?

Benecke: Es hat mich selbst positiv überrascht. Als ich die ersten Abmischungen gehört habe, habe ich noch gezweifelt, ob man nicht hier und da noch etwas aufdrehen könnte. Aber dann hat mir Nosie gesagt, wo er hin möchte und was er in mir sieht und hört. Das habe ich dann verstanden, und plötzlich habe ich alles mit anderen Ohren gehört. Und obwohl ich „nur“ meine Songs eingespielt habe und an der Produktion sonst nicht beteiligt war, ist die Produktion näher an mir dran, als alles, was ich bisher selbst gemacht habe.

NR: Streben Sie wieder eine Chartplatzierung an?

Benecke: Zu sagen, mich würde es nicht freuen, wenn ich damit einen Charterfolg hätte, wäre gelogen. Es gab Zeiten, da bin ich durch alle Bundesländer gefahren und habe meine Songs im Radio gehört. Das hat mich jedes Mal total gefreut! Oder du stehst in Hamburg auf der Bühne, und die Leute singen deine Albumtexte mit. Wenn das passiert – wunderbar! Mich freut dennoch, dass einfach der Weg weitergeht, dass die bundesweite Promotion in Radio und Presse beginnt. Davon singe ich auch in einigen Songs, dass es im Leben wichtig ist, nicht aufzuhören.

NR: Wie sieht Ihre weitere Zukunftsplanung nach dem Album aus? Oder lassen Sie die Dinge auf sich zukommen?

Benecke: Meine Devise ist, dem Glück auf die Sprünge zu helfen, indem man fleißig ist. Zum Beispiel bewerbe ich mich um Kooperationen und Gigs, es gibt eine Presseagentur und eine Radio-Promotionsagentur, die beide für mich arbeiten. Mit diesen Leuten setze ich mich zusammen, um sinnvolle Promo-Strategien auszutüfteln. Dieses Jahr steht natürlich im Zeichen des Albums. Meine Musik und die Arbeit in der Kunstscheune füllen mich absolut aus, es sind lange Tage, aber es macht sehr viel Spaß und gibt viel Energie zurück. Das ist mein Ding!

Erscheinungstermin von „Change“ ist der 17. April. C. B. Green stellt es in folgenden Konzerten vor: am 8. März im „Nightclub Bayerischer Hof“ in München und am 13. und 14. März in der Kunstscheune. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.cb-green.com und unter www.kunstscheune-neuburg.de.

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