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Neuburg

15.08.2020

Das Geheimnis im Wald bei Attenfeld

Die Tour führt durch die Wälder rund um Attenfeld. Dort gibt es auch kuschelige „Single Trails“.
Bild: Manfred Dittenhofer

Plus Ausflugstipp: Mit dem Fahrrad kann man die Heimat erkunden und kleine Geheimnisse entdecken. Der Neuburger Alfred Bergbauer verrät uns eins.

Direkt vor unserer Haustür gibt es wunderbare Strecken für Radfahrer und Mountainbiker. Alfred Bergbauer ist passionierter Biker. In den Sommermonaten ist er immer mittwochs mit einer Gruppe Radler in der Region unterwegs und hat so manchen Geheimtipp auf Lager. Einer führt vorbei an einer kleinen Kapelle mit einem geheimnisvollen Stein. Und an einem Biergarten kommt man anschließend auch vorbei. Fahren Sie mit...

Los geht es am Schrannenplatz in Neuburg. Wir überqueren die Donaubrücke nach Norden. Normalerweise würden wir gleich nach rechts abbiegen und, vorbei an der Schlösslwiese, den Rad-Wanderweg nach Joshofen einschlagen. Der ist allerdings momentan an der Grotte gesperrt. Macht aber nichts. Wir können auch die Steigung nach Ried hoch radeln und nun entweder gleich nach Unterstall fahren oder vorher noch einen Abstecher vorbei am Joshofener Weiher einlegen.

Bild: Manfred Dittenhofer

Von Unterstall geht es nach Westen Richtung Attenfeld

In Unterstall angekommen, verlassen wir den Ortsteil von Bergheim auf dem Kindsweg in Richtung Westen. Leicht bergan geht es direkt vorbei am Waldkindergarten. Im Wald trifft man auf einen Forstweg, der zur Staatsstraße 2035 zwischen Neuburg und Nassenfels führt. Haben wir diese erst einmal überquert, halten wir uns Richtung Westen und stoßen schon bald auf den geteerten Weg zwischen Gietlhausen und Attenfeld. An dieser Straße befindet sich die kleine Kapelle St. Helena. Sie dient uns als Orientierung. Von dieser kleinen Kapelle fahren wir nach Süden und biegen in den ersten Waldweg rechts ab. An der nächsten Waldwegkreuzung wieder rechts ab, kommen wir an den Waldrand, an dem wir entlang fahren sollten, um einen Pfad zu finden. Dieser Single Trail, wie Mountainbiker schmale Fußwege gerne nennen, führt in den Wald und direkt zur Kapelle St. Willibald. In Navigationsapps ist die Kapelle westlich von Attenfeld verzeichnet.

Bild: Manfred Dittenhofer

Im Wald nahe Attenfeld bei Neuburg machten einst, der Überlieferung nach, Willibald und seine Gefährten im Rahmen einer Pilgerreise Rast, wobei das Pferd des Heiligen mit seinen Hufen Löcher in dem Felsgestein neben der Kapelle hinterlassen haben soll. Dem darin nie versiegenden Wasser wird große Heilkraft zugeschrieben. Im 15. Jahrhundert bestand die Kapelle aus Holz, später wurde sie aus Stein errichtet. Sie lädt Wanderer und Radler im Schatten des Waldes zum Verweilen ein. Man kann dort Platz nehmen und seine Brotzeit auspacken. Ein Tisch und Bänke sind stehen vor der Kapelle. Oder einfach weiter radeln, durch den Wald zur Staatsstraße nach Bergen. In Bergen warten gleich mehrere Biergärten auf durstige Radler.

Bild: Manfred Dittenhofer

Der direkte Weg von Bergen nach Neuburg-Gietlhausen steigt steil an

Der direkte Weg zurück nach Neuburg-Gietlhausen steigt steil an. Wer diese Steigung vermeiden will, muss sich weiter nach Westen halten. Dort geht es zwar auch bergauf, aber nicht ganz so steil. Oder man will noch den Wald genießen. Die Forstwege rund um den Hainberg verlaufen moderat bergauf und bergab. Von der Spitze des Hainberges, gut zu erkennen durch den Gitterturm, geht es auf einem geteerten Waldweg zurück nach Neuburg, sehr zur Freude der Radler, dann fast nur noch bergab. Sieht man das Schloss, ist es nicht mehr weit. Wer jetzt noch eine Pause braucht, findet an den Hängen über Bittenbrunn einige Bänke. Von dort kann man noch einmal die Aussicht genießen. Stehen bleiben gilt allerdings nicht, wenn man mit Alfred Bergbauer unterwegs is, der uns das Geheimnis im Wald verraten hat. Wer mit seiner Gruppe mithalten will, braucht Kondition. Aber man kann sich auch mehr Zeit lassen.

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