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„Das Ding des Jahres“

06.02.2020

Das sagt der Klingsmooser Erfinder zu seinem TV-Auftritt

„Das Ding des Jahres“-Moderatorin Janin Ullmann testete die Erfindung von Fabian Müller – den „Easy Flips“.
Bild: ProSieben/Willi Weber

Plus Fabian Müller hat in der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ um 100.000 Euro gekämpft. Wie geht es mit der Erfindung weiter? Wir haben mit ihm gesprochen.

Lange mussten sich die Fernsehzuschauer am Mittwochabend nicht gedulden, bis sie Fabian Müller zu sehen bekamen. Auf einem Motorrad schepperte er im kurzen Einspieler durch das Donaumoos. Kurze Zeit später stand er in Lederhose bereits im Fernsehstudio und präsentierte in der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ seinen „Easy Flips“ – Kinderfahrradsitz und Buggy in einem. Ins Finale schaffte er es mit seiner Idee zwar nicht, aufgeben will er den „Easy Flips“ aber nicht.

Der 33-Jährige ist nach wie vor auf der Suche nach einem Geschäftspartner, der den Fahrradsitz auf den Markt bringt. Einige Gespräche habe er bereits geführt, auch einige Absagen erhalten. „Als Erfinder ist man Feuer und Flamme für seine Idee. Unternehmen, die erst einmal Geld investieren müssen, finden für jede Lösung das passende Problem“, sagt Müller mit einem Augenzwinkern. Noch habe er aber ein paar Trümpfe in der Hand. Sein „Easy Flips“ muss also nicht zwangsläufig wieder in einer Schublade verschwinden.

„Das Ding des Jahres“: Klingsmooser Erfinder will Prototyp verbessern

Dafür kam der Prototyp, den er am Mittwoch den Zuschauern und der Jury um Lena Gercke, Lea-Sophie Cramer, Joko Winterscheidt und Hans-Jürgen Moog zeigte, auch zu gut an. Einzig die Stabilität ließ Moderatorin und Model Gercke, bald selbst Mama, zweifeln. Doch Müller gibt zu bedenken: „An einem Prototyp muss noch einiges verbessert werden. Ein Produkt wächst mit der Reklamation.“

Gegen seinen Duell-Gegner in der Show, dem Erfinder einer selbstständigen elektrischen Bremse für Kinderwagen, wäre es aber mit jedem Produkt schwierig geworden, gibt der Klingsmooser zu. „Das war eine super Erfindung. Er hat das Duell verdient gewonnen.“ Am Abend vor der TV-Aufzeichnung habe sich Müller lange mit dem Kinderwagen-Kandidaten bei einem Bier ausgetauscht.

38 Prozent des Studiopublikums und Moderator Joko Winterscheidt haben sich während der Sendung letztlich für Müllers Produkt ausgesprochen – zu wenige, um ins Finale der Sendung einzuziehen und so die Chance auf den Gewinn von 100.000 Euro zu wahren. Aber auch zu wenige, um nicht weiter Kraft und Energie in den „Easy Flips“ zu stecken. Eineinhalb Jahre feilt der gebürtige Schrobenhausener mittlerweile an seinem multifunktionalen Sitz, hat ihn um einen Sonnen- und Regenschutz und einen Getränkehalter erweitert. Noch gebe es einige Kinderkrankheiten, die beseitigt werden müssten, aber das hat Müller, der ein Familienunternehmen in Klingsmoos zusammen mit seiner Frau führt, einkalkuliert: „Man landet selten mit der ersten Entwicklung einen Volltreffer.“ Es sei eben ein langwieriger Prozess.

Klingsmooser Erfinder: Tritt er erneut bei „Das Ding des Jahres“ an?

Aufgrund seines Auftrittes zur besten Sendezeit hat Müller auch zahlreiche Nachrichten erhalten. Die Kommentare waren gemischt, sagt er. Einige hätten beispielsweise das Haltesystem des „Easy Flips“ kritisiert. Andere gaben ihm Tipps, wie er seine Erfindung noch optimieren kann. „Ich bin dankbar über jede konstruktive Kritik, sonst wird man irgendwann betriebsblind.“ Aus seinem Freundeskreis habe Müller große Unterstützung bekommen. „Die finden die Idee alle gut und das System logisch – aber das ist auch normal“, erklärt der junge Erfinder. Ein paar Zuschauer hätten ihm sogar geschrieben, dass sie einen „Easy Flips“ kaufen wollen, falls der Kindersitz es wirklich auf den Markt schafft. Dort soll er dann zwischen 349 und 399 Euro kosten.

Ansonsten sei die Erfahrung, an der Show „Das Ding des Jahres“ teilgenommen zu haben, durchweg positiv gewesen. „Das Team war sehr jung und nett. Im Studio war wirklich eine tolle Atmosphäre“, erinnert sich Müller im Gespräch mit der Neuburger Rundschau. „Ich kann jedem Erfinder ans Herz legen, sich dort mal zu bewerben.“ Und vielleicht tritt er selbst noch einmal in der Show auf: Denn sollte Müller nach dem „Easy Flips“ noch ein Produkt entwickeln, will er einen erneuten Anlauf wagen.

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