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Wirtschaft

22.01.2020

Den Blick fürs Positive bewahren

Reichlich Gäste auch aus der Politik durften sich beim Neujahrsempfang der IHK-Regionalausschüsse Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt die Hände schütteln (von links): Eichstätts Landrat Anton Knapp, sein Neuburg-Schrobenhausener Kollege Peter von der Grün, CSU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl, FW-Landtagsabgeordnete Eva Gottstein, die Regionalausschussvorsitzenden Alexander Kessel Eichstätt) und Hartmut Beutler (Neuburg-Schrobenhausen), CSU-Landtagsabgeordneter Matthias Enghuber, Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan und die IHK-Geschäftsführerin für die Region 10, Elke Christian.
Bild: Manfred Dittenhofer

Die IHK-Regionalausschüsse Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt laden zum Neujahrsempfang

Der Januar ist der Monat der Neujahrsempfänge. Zeit für Resümees und gute Wünsche – Zeit, alte Bekannte zu treffen und am eigenen Netzwerk zu arbeiten – Zeit für einen Rückblick aber auch für einen Ausblick in die Zukunft. Aus diesem Grund luden IHK-Regionalausschüsse Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt zusammen nach Karlskron. Und auch die Industrie- und Handelskammer blickt mit der einen oder anderen Sorgenfalte in eine Zukunft, die in der Region allerhand Wandel bringen könnte.

2020 beginnt ein neues Jahrzehnt und im März werden die regionalpolitischen Weichen neu gestellt. Ein wichtiger Termin sind die Kommunalwahlen auch für die lokale Wirtschaft. Denn die Rahmenbedingungen und die Weichenstellungen, mit denen die Unternehmen zurechtkommen sollen, stammen aus der Politik. Und an die Politik hat die IHK als Verband von Unternehmen einige Wünsche, wie Hartmut Beutler, Vorsitzender des Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen, in seiner Begrüßung formulierte. Vor allem die Automobilindustrie, und damit der wichtigste Wirtschaftszweig der Region 10, steht vor großen Umbrüchen. Wie sich die Märkte für Produkte und Arbeitskräfte entwickeln werden, ist noch gar nicht abzuschätzen. Sehr wohl aber könne an den Rahmenbedingungen gefeilt werden, so Beutler: Stichworte wie Verkehrsinfarkt oder Bürokratiemonster fallen immer wieder. Wobei Beutler unumwunden zugab, dass er lieber über Verkehrsprobleme und den Bürokratieabbau diskutiere, als über steigende Arbeitslosenquoten und Firmenschließungen. Die Region würde immer noch boomen und im nationalen Vergleich gut dastehen.

Dieser Meinung war auch Reinhardt Brandl. Der Bundestagsabgeordnete sprach aber auch von seiner Angst davor, dass der Weg, den man gegangen sei, auch zu Ende gehen könne. „Aber wir haben eine gute Basis und alle Chancen.“ Zu denken gebe ihm, dass die Wirtschaft gar nicht mehr positiv besetzt sei. Zudem hätten viele Menschen schlichtweg den Blick darauf verloren, wer den Wohlstand in Deutschland ermöglicht habe. In der Gesellschaft gehe die Angst um, dass es den Kindern nicht mehr so gut gehe wie der Elterngeneration. Das Ziel der Politik sei vielschichtig. Zum einen sei das die Nachhaltigkeit und der Klima- und Umweltschutz. Zum anderen müssten auch den kommenden Generationen Jobs und Beschäftigung zur Verfügung stehen. „Ich denke, dass wir uns bei dem schnellen Wandel in der Wirtschaft manche Berufe heute noch gar nicht vorstellen können.“

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Landrat Peter von der Grün blickte vor allem auf den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, und mit einem weinenden Auge auch auf die Focus Money-Rangliste der Landkreise. Sein Landkreis sei zwar unter den ersten 50 von insgesamt 400, aber eben auch Schlusslicht in der Region 10. Pfaffenhofen belegte bei diesem Ranking Rang eins. Der THI-Campus, geplant in Neuburg, werde dem Landkreis neue Perspektiven eröffnen. Und auch bei der Verteilung der bayerischen Staatsbehörden, die Ministerpräsident Markus Söder vornimmt, erhoffe er sich ein Stück vom Kuchen. Der Landkreis wolle auf jeden Fall weiter an guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft feilen. Das schulische Angebot werde durch den Neubau der Paul-Winter-Realschule und die Sanierungs- und Erweiterungspläne der Gymnasien in Schrobenhausen und Neuburg zeitgemäß verbessert. Und an einer regionalen medizinischen Versorgung mit dem Kreiskrankenhaus Schrobenhausen halte man, obwohl es die Bundespolitik mit kleineren Krankenhäusern nicht allzu gut meine, eisern fest.

Als Nächstes sucht die IHK den Dialog mit den Kandidaten der Kommunalwahl, wie Alexander Kessel, Vorsitzender des Regionalausschusses Eichstätt, berichtete. Dafür verabschieden die Regionalausschüsse Listen mit Fragen und Wünschen, die an die Kandidaten übergeben werden.

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