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Neuburg

08.10.2019

Der Umbau der Gärtnerstraße ist (fast) fertig

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2 Bilder
So sieht die neue Gärtnerstraße aus: Ein einheitliches Pflaster auf der Fahrbahn, der Aufenthaltsbereich mit Brunnen und Bänken sowie die Parkplätze heben sich farblich ab.
Bild: Marcel Rother

Plus Sie Sanierung der Gärtnerstraße ist beinahe abgeschlossen. Der Brunnen plätschert, was noch fehlt, sind Bäume und Pflanzen. Wann diese kommen sollen.

In schillernden Farben schießt der neue Brunnen in der Gärtnerstraße bunt beleuchtete Fontänen in den grauen Herbsthimmel. Der Brunnen ist das zentrale Gestaltungselement der neu gestalteten Gärtnerstraße und Mittelpunkt eines Platzes mit Bänken, der die Menschen zum Verweilen einladen soll. Eines allerdings fehlt noch: die Natur, konkret Pflanzkästen und Bäume. Die können erst installiert werden, wenn es die Witterung zulässt. Sie sollen die Aufenthaltsqualität zusätzlich steigern.

„Bis Ende Oktober werden die Bäume gepflanzt“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling bei der offiziellen Einweihung der sanierten Gärtnerstraße am Dienstag. Magnolien und Ulmen sollen es werden, erklärte Dieter Lillich, bei der Stadt zuständig für die Grünplanung. Überall dort, wo die Bäume breiter werden dürfen – etwa am Brunnen – werden weißblühende Magnolien gepflanzt. Entlang der Straße, zwischen den Parkflächen, fiel die Wahl auf holländische Ulmen. Sie zeichnen sich durch eine schmale Krone aus und punkten mit weiteren Vorteilen: „Sie sind extrem salz- und hitzeresistent“, sagt Lillich. Neu ist auch, dass allen Bäumen eine extra große Grube freigehalten wurde, in der sie gut wurzeln und sich ausbreiten können. Die Bäume am Brunnen werden zudem von unten angestrahlt.

Das Highlight ist ein beleuchteter Brunnen.
Bild: Marcel Rother

Ein Brunnen schmückt die Gärtnerstraße in Neuburg

Der Hingucker der neuen Gärtnerstraße ist ein ebenerdiger Brunnen mit LED-Beleuchtung. Dessen Fontänen können individuell gesteuert werden, auch die Farbe der Beleuchtung ist frei wählbar. Derzeit spult das Wasserspiel noch das gesamte Farbspektrum ab. „Das kann sich aber ändern“, sagt Benedikt Thorwart. Der Geschäftsführer der Firma Drebinger hat den Brunnen in Neuburg installiert und weiß aus Erfahrung: „Nach einer gewissen Zeit kehren viele Städte zu einer einfachen Beleuchtung in Weiß zurück.“ Die Fontänen können maximal 1,20 Meter hoch spritzen, auch das könne jederzeit nachjustiert werden. Bis November – je nach Witterung – kann das Wasserspiel von 9 bis 22 Uhr begutachtet werden. Die LEDs beginnen eine Stunde vor Sonnenuntergang zu leuchten. Danach geht der Brunnen bis Frühjahr in Winterschlaf.

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Oberbürgermeister Bernhard Gmehling hofft, dass sich der Platz zu einem „Aufenthaltsort für Anwohner und Geschäftsleute“ entwickelt und zu einer „Aufwertung des gesamten Quartiers“ beiträgt. Nachdem bereits die Franziskaner-, die Eyb-, die Blumen- und die Fünfzehnerstraße saniert wurden, investierte die Stadt 1,1 Millionen Euro in die Sanierung der Gärtnerstraße, Schwalbenstraße und eines Stücks der Elias-Holl-Schanze in diesem Bereich. Ein Drittel der Kosten trägt die Regierung von Oberbayern im Rahmen der Städtebauförderung. Die Bauarbeiten hatten im März 2019 begonnen. Und sie sind noch nicht ganz abgeschlossen. Um die Aufenthaltsqualität am Platz rings um den Brunnen zu steigern, sollen zudem fünf Pflanzgefäße – eines hinter jeder Bank – aufgestellt werden, erläuterte Landschaftsarchitekt David Riek, der für die Planungen mit verantwortlich ist. „Sie sollen den Sitzbereich vom Verkehr abschirmen und gemütlicher machen“, sagt er.

Holzbänke rund um den neu gestalteten Platz mit Brunnen sollen zum Aufenthalt einladen.
Bild: Marcel Rother

Gärtnerstraße: Gefahr durch zu schnelle Autos?

Anwohnerin Helga Ludwig geht es vor allem um die Sicherheit. Die Mutter dreier Kinder begrüßt die Neugestaltung der Gärtnerstraße und freut sich, dass sie für sich und ihre Kinder mit den Bänken und dem Brunnen eine neue Anlaufstelle quasi direkt vor der Haustüre bekommen habe. Allerdings treibt sie eine Sorge um: „Das ist eigentlich eine Spielstraße, aber die Autos fahren viel zu schnell.“ Die Schilder eingangs der Straße würden von Autofahrern oft ignoriert. Wenn sie mit ihren Kindern am Brunnen spiele, müsse sie ständig darauf achten, dass ja keines auf die Straße läuft. Sie plädiert für zusätzliche blaue Markierungen auf der Fahrbahn. „Es soll nicht erst jemand zu Schaden kommen müssen“, mahnt die Mutter.

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