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Ehekirchen

12.01.2021

Deshalb steigen die Gebühren für Kindergarten in Ehekirchen

Zur Sicherheit der Kindergartengruppe im Container sollen die Fluchtwege optimiert werden.
Bild: Andrea Hammerl

Plus In Ehekirchen wird die Kinderbetreuung wieder etwas teurer. Außerdem muss die Zugangsrampe zum Container verändert werden. In Dinkelshausen könnten Bauplätze entstehen.

Baugebiet und Milchvieh-Laufstall – das könnte kollidieren. Deshalb hatte sich der Ehekirchener Gemeinderat im vergangenen Jahr von einem geplanten Baugebiet in Dinkelhausen verabschiedet, nachdem ein Landwirt eine Bauvoranfrage für einen Milchvieh-Laufstall auf einem angrenzenden Grundstück gestellt hatte. Doch jetzt erfuhr der Gemeinderat, dass das Verfahren für den Kuhstall eingestellt wurde. Zwar wird nun die Bauleitplanung für ein Wohn- und Gewerbegebiet an der Straße „Dinkelhausen B“ im gleichnamigen Ehekirchener Ortsteil nicht wieder aufgenommen, aber es könnten hier mehrere Baugrundstücke entstehen.

Ins Rollen gebracht hatte das der Antrag eines Dinkelhauseners auf ein neues Bauleitplanverfahren an dieser Straße, den Bürgermeister Günter Gamisch zur Debatte stellte. Der Antragsteller möchte dort für seine Familie bauen. „Das ist zu unterstützen“, meinte Gemeinderätin Martina Keßler, denn es handele sich um einen Einheimischen und es gebe in Dinkelshausen keine Bauplätze, weshalb sie vorschlug, weitere Grundstücke in die Planung einzubeziehen, sodass dort drei bis vier Bauplätze entstehen. Es gebe allein 23 Kinder unter sechs Jahren in Dinkelshausen, dazu etliche Jugendliche, aber keine freien Hofstellen, ergänzte Andreas Karmann, „wir sind restlos voll“, weshalb er neue Bauplätze begrüßen würde.

In Dinkelhausen könnten neue Bauplätze entstehen

Auch Otto Plath unterstützte den Antrag, fürchtete aber, es käme dann wieder die Voranfrage für den Kuhstall. „Das kann es nicht sein, dass jemand mit einer Voranfrage, die er noch dazu später zurückzieht, ein Baugebiet blockiert“, erregte er sich. Die Befürchtung, dass der Antrag wieder gestellt werde, teilten weitere Gemeinderäte und überlegten, ob es nicht besser sei, nur das eine Grundstück zu überplanen. „Das Risiko haben wir immer, egal, ob es um ein oder mehrere Bauplätze geht“, meinte Gamisch.

Am Ende wurde beschlossen, mit den Grundstückseigentümern zu sprechen, ob Interesse besteht, und gegebenenfalls das Verfahren für mehrere Bauplätze einzuleiten – sofern auch das Landratsamt keine grundsätzlichen Einwände erhebt, was im Vorfeld geklärt werden soll.

Darüber hinaus hat sich der Gemeinderat mit folgenden Themen beschäftigt:

Übertragungen ins Internet: Die Ehekirchener Gemeinderatssitzungen in Zukunft bequem von zuhause aus verfolgen? Daraus wird nichts, denn das Landratsamt hat klar abgeraten, Gemeinderatssitzungen live im Internet zu übertragen, unter anderem aus juristischen, aber auch aus Kostengründen. Um das Ansteckungsrisiko für Gemeinderäte und Besucher zu minimieren, hatte Paul Utz den Antrag Anfang Dezember gestellt, zeigte sich nun aber überrascht von den damit verbundenen hohen Kosten und stimmte mit den anderen gegen den eigenen Antrag, der somit einstimmig abgelehnt wurde.

Zu viele Anmeldungen gibt es für den Kindergarten St. Stephanus in Ehekirchen für 2019/2020. Trotzdem sollen alle – entweder in Walda oder im Kernort – einen Platz bekommen. Träger der Kitas ist die katholische Kirche.
Bild: Dorothee Pfaffel

Die Kindergartengebühren sollen – wie laut Grundsatzbeschluss in den vergangenen Jahren auch – moderat um 2,5 Prozent steigen. Das hat das Kindergarten-Kuratorium in seiner Sitzung beschlossen, was allerdings Otto Plath aufstieß. „In Zukunft bitte ich um Information vor der Kuratoriumssitzung, damit die Kollegen die Meinung des gesamten Gemeinderats zur Gebührenerhöhung einholen können“, forderte er, „schließlich trägt die Gemeinde den Großteil der Kosten, da sollten wir auch gehört werden“.

Für die Containergruppe muss die Fluchtwegesituation optimiert werden und der steile Eingangsbereich soll vom Bauhof entschärft werden, da es bei Glätte gefährlich werden könnte. Derzeit sind in Walda noch 15 Kindergarten- und ein Krippenplatz frei, berichtete der Bürgermeister, ab April werden es nur noch sieben sein. In Ehekirchen sind keine Plätze verfügbar. Das Kuratorium hat beschlossen, eine sogenannte Kita-Info-App einzuführen, um Eltern in Zukunft sicher und schnell zu informieren, was in Coronazeiten besonders wichtig sei, da sich Vorschriften beinahe täglich ändern.

Aussiedlerhöfe nur schlecht an Linienverkehr angeschlossen

Martina Keßler wies auf einen Aussiedlerhof an der Kehrhofstraße hin, der vom Schulbus nicht angefahren wird. Nun gebe es dort wieder ein Grundschulkind, es werde dunkel im Herbst, weshalb sie vorschlug, sich Gedanken zu machen. „Wir haben Beförderungspflicht“, bestätigte Gamisch, allerdings sei es schwierig, in bestehende Linien einzugreifen. Aber das Problem der Aussiedlerhöfe sei bekannt, da werde die Verwaltung sich kümmern und das in der neuen Ausschreibung berücksichtigen.

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