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Arbeitsmarkt

03.12.2020

Die Kurzarbeit steigt im Landkreis wieder an

Die Arbeitslosenquote sinkt geringfügig. Die Zahl der Betriebe, die im November Kurzarbeit angezeigt haben, hat sich im Vergleich zum Oktober mehr als verdreifacht

Noch immer hat die Corona-Pandemie das Leben und damit auch die Wirtschaft fest im Griff. Der Teil-Lockdown zeichnet sich in den Zahlen zum Arbeitsmarkt im November zwar noch nicht ab, wie die Agentur für Arbeit Ingolstadt in einer Pressemitteilung vermeldet. Dennoch wirkt sich das Virus deutlich auf die Zahlen aus. „Die Arbeitslosigkeit ist im November zwar leicht zurückgegangen, insgesamt zeigt sich unser regionaler Arbeits- und Beschäftigungsmarkt im Vergleich zum Vormonat aber kaum verändert“, resümiert Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes. Erkennbar sei aktuell außerdem eine Zunahme der Anzeigen von Kurzarbeit.

Zum Stichtag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 7625 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was gegenüber dem Vormonat Oktober einen Rückgang um 211 Personen bedeutet. Im Vorjahresvergleich nahm die Zahl der Erwerbslosen um 2272 zu. Der coronabedingt aufgebaute Sockel ist etwas abgeschmolzen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Punkte auf 2,6 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie noch bei 1,9 Prozent. „Insbesondere Ungelernten, älteren Menschen und Personen ausländischer Herkunft fällt es zunehmend schwer, einen Arbeitsplatz zu finden“, erläutert der Agenturchef.

„Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin sehr verhalten und liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Wir können nicht damit rechnen, dass sich bei der derzeit wirtschaftlich angespannten Lage hier kurzfristig etwas ändert.“ Im November wurden der Agentur für Arbeit Ingolstadt insgesamt nur rund 700 (Vormonat: 742) neue offene Stellen gemeldet. Der Bestand an vakanten Arbeitsplätzen fällt im Vorjahresvergleich mit einem Minus von 30,5 Prozent stark ab. 3094 unbesetzte Beschäftigungsmöglichkeiten seien aktuell vorhanden, erklärt Johannes Kolb.

„Die Zahl der Betriebe, die neu Kurzarbeit anzeigen, hat gegenüber Oktober spürbar zugelegt. Im November kamen 327 Firmen hinzu – im Vormonat waren es 98. Pandemiebedingt sind bislang insgesamt 5424 Anzeigen bei uns eingegangen.“, erklärt Johannes Kolb und ergänzt: „Ein seriöser Ausblick auf die kommenden Monate ist aufgrund des unübersichtlichen Infektionsgeschehens im In- und Ausland derzeit nicht möglich.“

Ein Blick auf die Situation in Ingolstadt und Neuburg

In Ingolstadt hat sich die Arbeitslosigkeit im November nochmals leicht verringert. Sie sank um 114 auf 3083 Personen (825 mehr als 2019). Dies ergibt eine aktuelle Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent (Vormonat: 3,9 Prozent, Vorjahr: 2,8 Prozent). Aktuell sind innerhalb der Stadtgrenze 1126 unbesetzte Stellen gemeldet, 47 weniger als im Vormonat und 359 – knapp ein Viertel – weniger als 2019.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen profitiert im November nochmals von der leichten Herbstbelebung und den noch nicht am Arbeitsmarkt angekommenen Auswirkungen des Lockdowns – wenn auch nur gering. Exakt 1378 Personen und damit 22 weniger als im Vormonat waren zum Zähltag im November arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Landkreisbürgerinnen und -bürger um 363. Die Arbeitslosenquote stagniert bei 2,4 Prozent (Vorjahr 1,8 Prozent).

Der Bestand an vakanten Stellen beträgt 542, was gegenüber dem Vormonat ein Minus von 54, gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 328 – knapp 38 Prozent – bedeutet. (nr)

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