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Neuburg-Joshofen

27.06.2017

Die Pferde werden aufs Publikum vorbereitet

Auf und ab über die Wiesen bei Joshofen: Der Fanfarenzug Ottheinrich trainiert mit dem Neuburger Reit- und Fahrverein für das Schloßfest, das am Freitag beginnt. Die Pferde werden bei der Trockenübung auf Lautstärke und Zuschauermassen vorbereitet.
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Auf und ab über die Wiesen bei Joshofen: Der Fanfarenzug Ottheinrich trainiert mit dem Neuburger Reit- und Fahrverein für das Schloßfest, das am Freitag beginnt. Die Pferde werden bei der Trockenübung auf Lautstärke und Zuschauermassen vorbereitet.
Bild: Annemarie Meilinger

In Joshofen sind die Vorboten des Schloßfests bereits zu hören: Der Fanfarenzug Ottheinrich probt mit dem Reit- und Fahrverein auf den Wiesen um Neuburg.

Die Joshofener werden seit vier Wochen gründlich eingestimmt auf das Neuburger Schloßfest. Denn mindestens an zwei Abenden pro Woche konnten sie den bekannten Melodien des Fanfarenzugs Ottheinrich zuhören, wenn diese zusammen mit den Reitern des Neuburger Reit- und Fahrvereins für das Schloßfest probten. Damit an den beiden Schloßfest-Wochenenden alles klappt, müssen vor allem die Pferde an Trommelschläge und Fanfarentöne gewöhnt werden. Deshalb hat Rainer Martin, der für „alles, was mit Pferden auf dem Schloßfest zu tun hat“, alle Beteiligten zu einem „Trockentraining“ verpflichtet. „Nur wer hier mitmacht, darf auch an Einzug und Umzug teilnehmen“, sagt Reiterhauptmann Martin, der seit zehn Jahren dafür verantwortlich zeichnet.

Dort trainieren Reiter und Fanfarenzug

Heiß und staubig ist es am Freitagabend, wenn sich Musikanten und Reiter langsam auf dem Übungsgelände zwischen Joshofen und Bergheim einfinden. Dann wird erst einmal zum Aufwärmen im Kreis geritten, während der Fanfarenzug die erste Melodie schmettert. „Das sieht jetzt schon wesentlich geordneter aus als am Anfang des Trainings“ sagt Rainer Martin. Pferde und Reiter haben sich an die Musiker und ihre Geräusche gewöhnt. Dann wird das Marschieren mit Musik geübt. Immer zu zweit müssen die Pferde nebeneinander in gemäßigtem Tempo auf einem Feldweg gehen.

Zwischen den golden leuchtenden Getreidefeldern zieht der Zug seine Bahnen. Nach einer Runde am Waldrand geht es wieder zurück, während die Reiter mit den Stechmückenschwärmen kämpfen. „Das geordnete Gehen ist sehr wichtig für die Sicherheit bei den Umzügen“, erklärt Martin, bis zu fünfunddreißig Reiter kann der Tross groß sein. Jedes Pferd muss einen Begleiter zu Fuß haben. Dass sich Publikum und Pferde nicht zu nahe kommen, sind die Stadtwachen auf ihren Posten. Sicherheit hat oberste Priorität.

Ab Montag üben sieben Reiterinnen und fünf Reiter für die Turniere im Marstallhof. Die insgesamt elf Turniere sind erfahrungsgemäß ausverkauft. Über viertausend Zuschauer werden dann zuschauen, wenn „Birgit von der Auen“ und „Teresa vom Flachsberg“ versuchen, die türkisch-gekleidete Puppe zu treffen und auch noch Ringe auf eine Lanze zu fädeln. Nach drei Übungseinheiten sollten auch die fünf Neulinge das Spiel beherrschen. Ob Reiterhauptmann „Rainer von der Längenmühle“ in den Wettbewerb eingreifen kann, ist noch offen. Er hat sich nach einem unsanften Kontakt mit einem Pferdohuf eine Rippe gebrochen.

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