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12.07.2020

Die Stadt Neuburg fördert ihre Feuerwehren

Das Feldkirchener Feuerwehrfahrzeug hat seinen Dienst getan. Robert Reichart (links) und Vorsitzender Paul Pettmesser (rechts) erläutern Fritz Goschenhofer die Funktionen.
Bild: Winfried Rein

Plus Die nächsten Projekte der Stadt Neuburg sind ein neues Gerätehaus in Bittenbrunn und ein Fahrzeug für Feldkirchen. Dort sind bei der Feuerwehr aktuell 42 Mitglieder aktiv.

„Nach 24 Jahren darf es schon mal ein neues Fahrzeug sein“, findet Robert Reichart. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen zeigt auf das alte TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) seiner Wehr. Die Stadt Neuburg sorgt jetzt für Abhilfe: Die Stadträte im Finanzausschuss beschlossen einstimmig den Kauf eines „Mittleren Löschfahrzeuges“(MLF) für Feldkirchen.

Das Feuerwehrfahrzeug für Neuburg-Feldkirchen kostet rund 200.000 Euro

Es kosten rund 200.000 Euro und soll sofort nach dem Förderbescheid der Regierung von Oberbayern beim Hersteller Iveco Magirus bestellt werden. Der Freistaat gewährt voraussichtlich 49.000 Euro Zuschuss. Die Feldkirchener erwarten ihr MLF in der zweiten Hälfte 2021.

Feldkirchen feierte vor 16 Jahren mit einem Umzug das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr.
Bild: Winfried Rein

„Von Luxus kann man sicher nicht sprechen“, betont Paul Pettmesser. Er ist seit fast 20 Jahren Vorsitzender der Feldkirchener Feuerwehr und kennt die Gegebenheiten aus dem Effeff. Das alte Fahrzeug weise Mängel auf und sei nicht mehr für alle Einsätze ausreichend. Zusammen mit Kommandant Robert Reichart verweist er auf nahe Gewerbebetriebe wie Thimm Kartonagen oder das Logistikzentrum (ehemals Eternitwerk), das Einkaufszentrum Südpark und die Bundesstraße 16 mit regelmäßigen Unfällen an Einmündungen.

42 Aktive sind bei der Feuerwehr Feldkirchen mit dabei

Heuer musste die örtliche Feuerwehr erst dreimal ausrücken, aber zuletzt kamen 15 und mehr Einsätze pro Jahr zusammen. Die Ortsfeuerwehr ist immer mit dabei, weil sie von der Leitstelle Ingolstadt stets mitalarmiert wird. Mit der Neuburger Stadtfeuerwehr arbeite man bestens zusammen, so der Kommandant, man beteilige sich an Übungen und treffe sich regelmäßig. Mit 42 Aktiven und einer guten Nachwuchsarbeit ist die Feuerwehr Feldkirchen bestens aufgestellt.

Historischer Spatenstich: 2003 eröffneten die Stadtpolitiker den Baustart für das Feuerwehrhaus Feldkirchen.
Bild: Winfried Rein

Überdies organisiert sie als gesellschaftlicher Faktor Stammtische, Silvesterfeiern und Festivitäten, zuletzt die 140-Jahr-Feier im vergangenen Jahr. Als „Meilenstein“ bezeichnet der Vorstand den Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Augsburger Straße. „Wir mussten gegen politische Widerstände kämpfen, bis das Projekt endlich durch war“, erinnert sich der langjährige Feldkirchener Stadtrat Fritz Goschenhofer. 2003 eröffnete der neugewählte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling den Feuerwehrtreffpunkt.

Rund 500.000 Euro investiert die Stadt Neuburg pro Jahr in die Ausstattung ihrer Feuerwehren. Als vermutlich letzter Kandidat wartet noch die FFW Bittenbrunn auf ein zeitgemäßes Gerätehaus. Der Stadtrat hat bereits erörtert, den desolaten Gebäudeteil abzureißen und durch einen Neubau in Leichtbauweise zu ersetzen. Zusammen mit Eigenleistungen der Ortswehr soll das Konzept die Kosten auf maximal 400.000 Euro begrenzen. Das Bittenbrunner Feuerwehrhaus in der Neubruchstraße soll Mitte 2021 fertiggestellt sein. Und einen neuen Mannschaftstransportwagen als Ersatz für einen Oldtimer (Baujahr 1963) soll es im gleichen Jahr geben. Die Feuerwehr Bergen soll 2022 ein Löschgruppenfahrzeug bekommen und 2023 die FFW Bruck ein Mittleres Löschfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen.

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