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Ausflugstipp

25.08.2020

Die Stadt der Ritterburgen und Kristalle

Die Burg Prunn bei Riedenburg gilt als eine der besterhaltenen Ritterburgen Bayerns. Hoch über dem Altmühltal kann man nicht nur in die Welt des Mittelalters eintauchen. Dort wurde auch eine Handschrift des Nibelungenlieds gefunden.
Bild: Weigel/dpa

Plus In Riedenburg kann man auf zwei Burgen nicht nur in die Welt des Mittelalters eintauchen. Es gibt dort auch den größten Bergkristall der Welt zu sehen

Hoch oben über dem Altmühltal thront auf einem Bergvorsprung die Rosenburg. Auf der herrschaftlichen Anlage residierten einst die Grafen von Riedenburg, heute ist das Wahrzeichen der Stadt die Heimat von Greifvögeln.

Wenn Zuschauer im Innenhof der Burg bei einer Flugschau die Schwingen der Vögel spüren, weil die ganz dicht über ihren Köpfen hinwegschweben, oder sehen, wie ein Falke sich blitzschnell auf seine Beute stürzt, dann ist ein wenig vorstellbar, wie die Adligen einst mit den edlen Tieren auf die Jagd gegangen sind. Seit mehr als 40 Jahren beherbergt die Burg eine Falknerei und eine eigene Zucht. Bei einem Rundgang können Besucher den Tieren dann noch ein bisschen näher kommen: Uhu, Schneeeule oder Seeadler sitzen auf ihren Stämmen und lassen die Menschen, die an ihnen vorbeischlendern, kaum aus den Augen.

Für einen Adler wäre es nur ein kurzer Flug, Menschen aber müssen ins Auto steigen oder gut eineinhalb Stunden entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals Richtung Kelheim wandern, um auf die nächste Burg – mit herrlicher Aussicht auf das Altmühltal – zu stoßen. Schloss Prunn oberhalb des gleichnamigen Dörfchens gilt als eine der besterhaltenen Ritterburgen Bayerns. Wer die Brücke über den Burggraben passiert, findet sich in eine Zeit zurückversetzt, in der tapfere Recken mit Minneliedern um edle Fräulein buhlten. Hinter den dicken Steinmauern der 1000 Jahre alten Burg gibt es nicht nur Ritterrüstungen und knarzende Holzböden – in den Gemäuern wurde einst eine Handschrift des Nibelungenlieds gefunden.

Den mythenumrankten Schatz der Nibelungen hat auf Burg Prunn bislang noch niemand gefunden

Vieles erinnert daher im Innern der Burg an das mittelalterliche Heldenepos. Doch den mythenumrankten Schatz der Nibelungen hat auf Burg Prunn bislang noch niemand gefunden. Glitzernde Edelsteine und funkelnde Diamanten gibt es aber nicht weit entfernt. In Riedenburg befindet sich im Kristallmuseum die größte Bergkristallgruppe der Welt. Vor knapp 20 Jahren in den USA gefunden, kam der 7,8 Tonnen schwere Kristall noch im selben Jahr ins Altmühltal und bildet seither den Grundstock für das Museum. Drumherum gibt es allerlei Wissenswertes um Turmaline oder Heilsteine. Mitunter ist sogar anfassen erlaubt. Wenn Kinder Fragen rund um die Welt der Steine richtig beantwortet haben, gibt es als Belohnung einen kleinen Edelstein.

Gleich neben dem Museum – an der Bergkristallstraße 1 – befindet sich die Fasslwirtschaft. Der Name ist dabei Programm. In riesigen Bierfässern aus Holz haben bis zu sechs oder neun Personen Platz, die sich dann Schnitzel, Obatzdn oder eine der 42 Biersorten schmecken lassen können. Familien fühlen sich vielleicht draußen im Biergarten am wohlsten, denn für Kinder gibt es einen Spielplatz. Doch Vorsicht: So mancher Geier von der Rosenburg soll sich hin und wieder in einem nahen Biergarten niedergelassen und sich hier und da ein Schmankerl stibitzt haben!

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