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Ingolstadt

07.10.2019

Die TH Ingolstadt ist bereit für die nächsten 25 Jahre 

Moderator Robert Wittmann begrüßte beim Festakt im Stadttheater auch Staatsminister a.D. Hans Zehetmair, THI-Gründungspräsident Hartmut Sax und Alt-Oberbürgermeister Peter Schnell. Neben der Moderatorin Anne-Sophie Kopytynski hatte der Alt-Präsident der THI, Gunter Schweiger, auf dem Podium Platz genommen. 
Bild: THI

Die Technische Hochschule Ingolstadt gibt es seit 25 Jahren. Bei einem Festakt blickte man auf eine rasante Entwicklung zurück. Zugleich hat man noch viel vor.

Als die Technische Hochschule Ingolstadt vor 25 Jahren als Fachhochschule Ingolstadt gegründet wurde, durfte die damals noch sehr überschaubare Zahl von vier FH-Professoren dort nicht forschen, sondern nur lehren. Das schrieb das Gesetz damals so vor. Ein Vierteljahrhundert später haben sich die Zeiten ziemlich geändert. Inzwischen lernen dort 6000 Studenten, was ihnen 147 Professoren und 222 Lehrbeauftragte in 60 Studiengängen beizubringen haben. Im allerersten Semester hatten am 4. Oktober 1994 90 Studenten – provisorisch aber eigentlich sehr richtig in der Hohen Schule untergebracht – ihr BWL-Studium begonnen. Bis 2030 soll die THI an den Standorten in Ingolstadt und Neuburg 10.000 Studenten ausbilden. Das Forschungsvolumen der THI liegt inzwischen bei rund 15 Millionen Euro und soll natürlich steigen.

Eine technische Hochschule in „ständiger Bewegung“

Die THI hat in den vergangenen 25 Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Was am Montag mit einem Festakt im Stadttheater gefeiert wurde. THI-Präsident Walter Schober blickte zurück, aber vor allem nach vorn. Schober führt die THI seit 2012. Sie sei eine Hochschule in „ständiger Bewegung“, die sich besonders durch die angewandte Forschung auszeichne, erklärte Schober. Die jüngste Entwicklungsschritt der THI war – wie berichtet – die Gründung des Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen (AININ), wo 24 Wissenschaftler die Anwendung künstlicher Intelligenz erforschen. Aber es soll weitergehen. Und deshalb schloss Schober seine Festrede mit den an die Politik und Wirtschaft gerichteten Worten: „Investieren Sie in Ingolstadt, investieren Sie in Köpfe.“ Dass sich das auszahle, habe die THI in den vergangenen Jahren bewiesen.

Der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler deutete dann an, dass Schobers Wunsch schon diese Woche erhört werden könnte. Allerdings wollte er der für Donnerstag erwarteten Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder nicht vorgreifen. Der will am Donnerstagvormittag dem Landtag erklären, was die Staatsregierung in Sachen Forschung und Innovation plant. Sibler betonte beim Festakt: Als „Mobilitätshochschule“ werde die THI auch im nächsten Vierteljahrhundert „entscheidende Impulse für die bayerischen Schlüsseltechnologien Maschinenbau, Automotive oder Luftfahrt setzen“. Sie werde zudem vor allem Digitalisierungskompetenzen, zum Beispiel Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz, in den Fokus rücken und „ihre Position als eine der bundesweit forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften weiter ausbauen“.

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Ingolstadts OB Christian Lösel will, dass die THI weiter wächst

Das wünscht sich auch Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel. Der betonte: „Ein starker Wirtschaftsstandort wie Ingolstadt braucht eine starke Wissenschaft vor Ort – zur Sicherung des Standortes und zur Ausbildung der benötigten Fachkräfte.“ Auch er will, dass die THI weiter wächst. Denn derzeit müssten noch zu viele aus der Region, die eigentlich gerne hier studierten, woanders hin.

Beim Festakt wurden erstmals an der THI Innovationspreise vergeben. Für die Lehre wurde Alexander Decker, Professor für Konsumgütermarketing und Digitale Medien ausgezeichnet. In seine Vorlesungen vereine er „analoge Elemente mit digitalen Lehrmethoden, darunter Online-Quizzes, Live-Video-Sessions oder Lehrvideos“, hieß es in der Begründung. Den Innovationspreis Forschung erhielt das Forscherteam rund um Christian Endisch, Professor für Elektromobilität und Lernfähige Systeme sowie Leiter des Instituts für Innovative Mobilität (IIMo). Ziel des interdisziplinären Teams ist die intelligente Batteriezelle. Dafür würden Kompetenzen aus der Elektronik, der thermischen Simulation sowie der Software- und Hardware-Entwicklung mit der Künstlichen Intelligenz kombiniert. Im Forschungsprojekt seien bislang zusammen mit Projektpartner Audi 27 Patente zur Anmeldung eingereicht worden. (nr, kuepp)

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